Der US-Abgeordnete Curt Weldon hat gegenüber der Pjöngjanger Regierung während seines Nordkorea-Besuchs deutlich gemacht, dass sich die USA keinen Regimewechsel in Nordkorea wünschten.
Die USA hätten auch nicht die Absicht, Nordkorea anzugreifen, habe er gegenüber den nordkoreanischen Politikern bekräftigt, teilte der Regierungsabgeordnete und gleichzeitig der Vizevorsitzende des Militärausschusses im Repräsentantenhaus heute auf einer Pressekonferenz in Seoul mit.
Weldon und seine Delegation beendeten heute ihren viertägigen Aufenthalt in Nordkorea und sind im Anschluss in Seoul eingetroffen. Er habe nach Gesprächen mit der nordkoreanischen Führung den Eindruck gewonnen, dass Nordkorea zur Teilnahme an einer vierten Runde der Sechser-Gespräche bereit sei. Er erwarte daher die Wiederaufnahme der multilateralen Atomgespräche binnen Wochen, hieß es. Er bewerte seinen Pjöngjang-Besuch als äußerst erfolgreich. Man habe mit der nordkoreanischen Führung positive und ausgezeichnete Diskussionen führen und das gegenseitige Verständnis erhöhen können. Auch Weldon betonte, nicht die offizielle Position von US-Präsident Bush vertreten zu haben. Sie hätten aber die Botschaft der US-Bevölkerung übermitteln wollen, dass diese sich keinen militärischen Konflikt auf der koreanischen Halbinsel wünsche, hieß es. Auf seinen Vorschlag, im ersten Quartal ein Seminar zwischen Parlamentariern der Teilnehmerstaaten der Sechser-Gespräche zu veranstalten, hätten die Nordkoreaner jedoch keine Reaktion gezeigt, sagte er weiter.