Innerkoreanisches
Neuer Verdacht gegen nordkoreanische Agenten
Write: 2005-01-19 19:07:20 / Update: 0000-00-00 00:00:00
Eine Gruppe von nordkoreanischen Spionen, die der Entführung eines südkoreanischen Pfarrers nach Nordkorea verdächtigt wird, hat offenbar weitere 15 Personen entführt.
Die Seouler Staatsanwaltschaft hat heute bekannt gegeben, den nordkoreanischen Agenten mit Nachnamen Ryu wegen des Verdachts auf Freiheitsberaubung in zehn Fällen angeklagt zu haben. Zwischen 1999 und 2000 soll der Agent an der Entführung von Pfarrer Kim Dong-shik und bis zu 15 weiteren Personen in den anderen Landesteil beteiligt gewesen sein.
Der bereits am 11. Dezember verhaftete 35-jährige Chinakoreaner soll als Mitglied einer acht- oder neunköpfigen Agentengruppe des nordkoreanischen Sicherheitsdienstes in der Nord-Hamgyeong Provinz die betreffenden Personen aus der Jilin- und Heilongjiang-Provinz in China nach Nordkorea entführt haben. Pfarrer Kim soll im Januar 2000 im chinesischen Yanju entführt worden sein. Unter den 15 Personen, die auf Anweisung Nordkoreas gekidnappt worden sein sollen, sollen sich auch eine Japanerin und ihre Tochter sowie der Sohn und die Schwiegertochter befinden. Sie alle seien 1998 aus Nordkorea geflüchtet, hieß es.
Ryu hatte sich im Oktober 2003 als Überläufer getarnt nach Südkorea abgesetzt.
Die Redaktion empfiehlt