Innerkoreanisches
Seoul bittet Peking um neue Ermittlungen zu entführtem Pfarrer
Write: 2005-01-24 18:29:56 / Update: 0000-00-00 00:00:00
Das Außenministerium hat die chinesische Regierung darum gebeten, wieder Ermittlungen über einen von China nach Nordkorea entführten südkoreanischen Pfarrer aufzunehmen. Seoul hat gleichzeitig um strafrechtliche Zusammenarbeit bei Ermittlungen über mutmaßliche chinesische Komplizen gebeten.
Im Zentrum des Anliegens steht Pfarrer Kim Dong-shik, der nach Angaben der Seouler Staatsanwaltschaft Anfang 2000 durch nordkoreanische Agenten aus dem chinesischen Yanji nach Nordkorea entführt worden sei.
Die Staatsanwaltschaft hatte letzte Woche bekannt gegeben, den nordkoreanischen Agenten mit Nachnamen Ryu wegen des Verdachts auf Freiheitsberaubung in zehn Fällen, darunter auch Pfarrer Kim, festgenommen zu haben. Ryu steht zudem im Verdacht, mit einer Gruppe von nordkoreanischen Spionen weitere 15 Personen entführt zu haben.
Seit Anfang 2000 hatte China wiederholt angegeben, dass die Ermittlungen keine Fortschritte gebracht hätten.
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