Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat vor der Möglichkeit eines kräftigen Rückgangs der Immobilienpreise in Südkorea gewarnt.
Die Wohnimmobilienpreise in Südkorea, die infolge der gestiegenen Nachfrage und der niedrigen Zinsen während der Pandemie kräftig gestiegen seien, könnten künftig aufgrund von Preiskorrekturen auf dem Markt und Zinserhöhungen stark abrutschen, hieß es am Donnerstag (Ortszeit).
Der IWF erwartete in einem per Internetauftritt veröffentlichten Bericht über den Wohnungsmarkt in der asiatisch-pazifischen Region, dass die Wohnimmobilienpreise in Südkorea bis Ende dieses Jahres um zehn Prozentpunkte verglichen mit Ende 2019 einbrechen könnten. Sollten dazu Zinserhöhungen kommen, würde der Rückgang noch stärker ausfallen.
Ein Ländervergleich in Bezug auf die Änderungen bei den realen Immobilienpreisen im Zeitraum vom Schlussquartal 2019 bis zum Schlussquartal 2021 ergab, dass in Südkorea ein Anstieg von rund 18 Prozent verzeichnet wurde. Damit verbuchte das Land die dritthöchste Teuerung nach Neuseeland und Australien.
Der IWF schrieb, die Zinserhöhungen von drei Prozentpunkten in fortgeschrittenen Volkswirtschaften in der asiatisch-pazifischen Region würden in den nächsten acht Quartalen den Anstieg der Immobilienpreise um mehr als fünf Prozent schwächen.