Der südkoreanische Aktienindex Kospi hat dieses Jahr unter den wichtigen Aktienindizes der G20-Länder den zweitgrößten Kursrutsch verzeichnet.
Der Börsenbetreiber Korea Exchange verglich die Kurse der Aktienindizes zum Handelsschluss am ersten Handelstag in diesem Jahr und am 20. Dezember miteinander. Das ergab, dass der Kopsi in dem Zeitraum um 21,93 Prozent abrutschte.
Der Leitindex in Südkorea stand am 3. Januar bei 2.988,77 Zählern. Er schloss am 20. Dezember bei 2.333,29 Zählern.
Russland ist das einzige Land in der G20, das mit 40,4 Prozent einen stärkeren Kursrückgang als Südkorea verzeichnete.
Der japanische Aktienindex Nikkei 225 rutschte in dem betreffenden Zeitraum um 9,33 Prozent ab. Der Dow Jones Industrial Average in den USA fiel um 10,21 Prozent.
Das besonders schlechte Abschneiden des Kospi in diesem Jahr wird auf die schlechte Geschäftslage in der Halbleiterindustrie zurückgeführt, die einen großen Anteil an der koreanischen Börse hat.
Als weitere Gründe werden die ausbleibende eindeutige Erholung der Konjunktur in China, die den größten Einfluss auf Südkoreas Ausfuhren hat, sowie der Abfluss von Kapital ausländischer Anleger infolge des Wertverlusts des koreanischen Won genannt.