Südkorea hat im heute veröffentlichten Verteidigungsweißbuch 2004 erstmals auf die Bezeichnung Nordkoreas als „Hauptfeind“ verzichtet.
Die Bezeichnung war bislang auf starke Ablehnung Nordkoreas gestoßen und auch in Südkorea umstritten.
Nach Einschätzung des südkoreanischen Verteidigungsministeriums habe Nordkorea jedoch vor Beginn der Inspektionen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) im Mai 1992 zwischen zehn und 14 Kilogramm waffenfähiges Plutonium gewonnen. Daraus könnten bis zu zwei Atombomben hergestellt worden sein. Zudem habe Nordkorea seit den 1980er Jahren durch die Wiederaufbereitung von Altbrennstäben atomare Materialien gewonnen, hieß es.
Wie aus dem Weißbuch zudem hervorgeht, verfügt Nordkorea über 1,17 Millionen Soldaten.