Die Verbraucherpreise in Südkorea sind dieses Jahr um 5,1 Prozent gestiegen und damit so kräftig wie seit 24 Jahren nicht mehr.
Im Dezember zogen die Verbraucherpreise um fünf Prozent an. Seit Mai wurde den achten Monat in Folge die Fünf-Prozent-Schwelle übertroffen.
Nach Angaben des Statistikamtes am Freitag entspricht die diesjährige Inflationsrate dem höchsten Stand seit 1998. Damals waren es 7,5 Prozent.
Dazu trugen die Strom- und Gaspreise sowie Industrie- und Konsumgüter wie zum Beispiel verarbeitete Lebensmittel bei.
Die Warenpreise kletterten gegenüber dem Vorjahr um 6,2 Prozent. Bei Industrieerzeugnissen wurde ein Preisanstieg von 6,1 Prozent verzeichnet. Verarbeitete Lebensmittel verteuerten sich besonders stark, und zwar um 10,3 Prozent.
Die Strom-, Gas- und Wasserpreise schnellten um 23,2 Prozent in die Höhe.
Die Dienstleistungspreise stiegen um vier Prozent, darunter wurde Essen außer Haus um 8,2 Prozent teurer.
Die Kerninflation, die Inflation ohne Berücksichtigung von Preisänderungen bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Ölprodukten, lag bei 4,1 Prozent.