Vereinigungsminister Chung Dong-young sieht es als verfrüht, Nordkorea als Atomwaffenbesitzer zu definieren.
Nordkorea habe zwar behauptet, über Atomwaffen zu verfügen. Es sei aber verfrüht, den Atomwaffenbesitz anzuerkennen, sagte Chung heute bei einer Fragestunde im südkoreanischen Parlament.
Der Minister verwies darauf, dass Nordkorea seit April 2003 schon über zehn Mal behauptet habe, Atomwaffen zu besitzen. Der Fall Nordkorea unterscheide sich von denen Indiens und Pakistans, die bereits Atomtests durchgeführt hätten.
Laut Chung dominiere die Auffassung, dass Nordkorea nach seiner jüngsten Erklärung als Gesprächspartner der USA anerkannt werden wolle.
Auf die Frage, ob die Regierung einen Botschafter nach Nordkorea entsenden wolle, enthielt sich der Vereinigungsminister einer direkten Antwort.