Die zwei Dachgewerkschaften in Südkorea haben die Regierungspläne für Änderungen des Arbeitszeitensystems kritisiert.
Die Arbeitnehmer würden dadurch zu längerer Arbeit gezwungen und ihr Recht auf Ruhepausen wäre nicht garantiert, kritisierten Korean Confederation of Trade Unions (KCTU) und Federation of Korean Trade Unions (FKTU) am Montag.
Das Arbeitsministerium hatte am Montag Pläne vorgestellt, nach denen das gegenwärtige System der Arbeitswoche mit maximal 52 Stunden geändert werden solle.
Nach dem neuen System sollen die Arbeitszeiten nicht ausschließlich auf wöchentlicher Basis, sondern auch auf vierteljährlicher und jährlicher Basis erfasst werden können.
Nach dem neuen Plan sollen elf Stunden Ruhepause zwischen zwei Arbeitstagen vorgeschrieben sein, um zu vielen Überstunden in einem spezifischen Zeitraum vorzubeugen.
KCTU wies jedoch darauf hin, dass der Änderungsvorschlag Arbeitszeiten von 9 bis Mitternacht erlauben würde.
In dem Plan fehlten Maßnahmen für die Gesundheit der Arbeiter und Ruhepausen, auch profitierten ausschließlich die Arbeitgeber von den Maßnahmen.
FKTU kritisierte ebenfalls, dass Arbeitnehmer nach dem Plan bis zu 64 Stunden in der Woche über einen Zeitraum von vier Monaten arbeiten könnten.