Politik
Staatsanwälte befragen Hauptverdächtige in mutmaßlichem Bestechungsskandal um Oppositionsabgeordnete
Write: 2023-04-17 08:52:45 / Update: 2023-04-17 10:02:06
Staatsanwälte haben in einem mutmaßlichen Bestechungsskandal um Mitglieder der oppositionellen Minjoo-Partei Hauptverdächtige befragt.
Es besteht der Verdacht, dass einige Mitglieder der Partei, darunter auch amtierende Abgeordnete, vor der Wahl der Parteiführung im Jahr 2021 illegale Zahlungen erhalten haben.
Wie aus juristischen Kreisen am Sonntag verlautete, habe die Bezirksstaatsanwaltschaft Seoul Zentral Kang Rae-gu, Leiter des Instituts für interne Auditoren, und Kang Hwa-pyung, früheres Mitglied des Stadtrats von Daejeon, als Verdächtige zur Herkunft der Gelder und den Modalitäten deren Übergabe befragt.
Vier Tage zuvor hatten Staatsanwälte die Wohnungen und Büros von neun Personen durchsucht, darunter die amtierenden Minjoo-Abgeordneten Youn Kwan-suk und Lee Sung-man sowie der frühere stellvertretende Generalsekretär Lee Jung-geun.
Beide Kangs sowie Youn und Lee hätten die Kampagne des früheren Minjoo-Abgeordneten Song Young-gil unterstützt, der 2021 auf dem Parteitag gewählt worden war.
Die ermittelnden Staatsanwälte hegen den Verdacht, dass 94 Millionen Won oder 72.000 Dollar innerhalb der Partei geflossen seien, um Songs Wahl zu ermöglichen. Kang Rae-gu und Youn sollen dabei federführend gewesen sein. Ein Teil der Summe sei demnach vor dem Parteitag an zehn Minjoo-Abgeordnete und mehrere weitere Parteimitglieder geflossen.
Vonseiten der Minjoo-Partei werden die Vorwürfe bestritten, die Ermittlungen seien politisch motiviert.
Die Staatsanwaltschaft erwägt unterdessen, die Ermittlungen auszuweiten und weitere Minjoo-Abgeordnete vorzuladen.
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