Vertreter der Regierungen Südkoreas, Japans und der USA haben sich heute in Seoul darauf geeinigt, dass Nordkorea bedingungslos und unverzüglich zu den Nuklear-Verhandlungen zurückkehren sollte.
Der südkoreanische Chefunterhändler bei den Sechser-Nukleargesprächen, Song Min-soon, sagte nach dem Treffen in Seoul, dass sich die drei Länder einig geworden seien, dass verschiedene Verhandlungspunkte, für die sich Nordkorea interessiere, im Rahmen der Sechser-Gespräche diskutiert werden könnten.
Die drei Länder teilten zudem die Auffassung, dass die heutigen Beratungen eine Grundlage für die Lösung der Nordkoreafrage böten. Song sagte zwar, dass kein Ultimatum für Nordkoreas Rückkehr an den Verhandlungstisch gestellt worden sei. Südkorea, die USA, Japan und Russland seien jedoch der Ansicht, dass die Klärung der Angelegenheit nicht auf unbestimmte Zeit verschoben werden könne.
Der japanische Chefunterhändler und Direktor des Asien-Ozeanien-Büros im Außenministerium, Kenichiro Sasae, sagte, dass die drei Länder die Wichtigkeit gemeinsamer Bemühungen bestätigt hätten, mit denen Nordkorea überredet werden kann.
Der amerikanische Chefunterhändler und Washington-Botschafter in Seoul, Christopher Hill, antwortete auf die Frage nach den Beratungsergebnissen lediglich, dass das Treffen exzellent gewesen sei.
Das heutige Treffen war die erste Beratung zwischen den drei Ländern, nachdem Nordkorea am 10. Februar den Atomwaffenbesitz und Boykott der Sechser-Gespräche erklärt hatte.