Nach Einschätzung eines US-amerikanischen Koreaexperten wird Nordkorea noch im April erneut mit der Wiederaufbereitung atomarer Altbrennstäbe beginnen.
Das sagte Selig Harrison, der Asiendirektor des Instituts für Internationale Politik mit Sitz in Washington, der Nordkorea vom 5. bis 9. April besucht hatte. Er befürchte, dass Nordkorea nach dem Abschluss der Wiederaufbereitungsarbeiten über doppelt so viele Atombomben verfügte wie zurzeit, sagte er am Freitag vor Journalisten.
Nordkoreanische Politiker hätten sich jedoch dazu bereit erklärt, nach direkten Verhandlungen mit den USA das Atomprogramm auf dem jetzigen Stand einzufrieren. Nordkorea würde darüber hinaus zu den Sechser-Atomgesprächen zurückkehren, sollten die USA Zugeständnisse machen, teilte der US-Experte mit. Die Nordkoreaner erwarteten unter anderem, dass die US-Regierung die Souveränität und das Territorium des kommunistischen Landes anerkennt, eine friedliche Koexistenz mit Nordkorea akzeptiert und keinen Regimewechsel in dem Land anstrebt. Sollte die US-Regierung dies wenigstens in inoffiziellen Gesprächen bestätigen, genügte dies den Nordkoreanern bereits, hieß es.