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Dresden: Konzept für eine friedliche Wiedervereinigung
Überblick über das Dresden-Konzept
Am 28. März 2014 präsentierte Präsidentin Park Geun-hye in Dresden, dem Symbol der deutschen Wiedervereinigung, ihr ‘Zukunftsbild für eine friedliche Wiedervereinigung Koreas’.
„Nun müssen Austausch und Kooperation zwischen Süd- und Nordkorea ausgebaut werden. Es geht nicht um den Austausch in Form einer einmaligen Gelegenheit oder einer sporadischen Veranstaltung, sondern es sind Austausch und Kooperation notwendig, bei denen die Bevölkerung aus Süd- und Nordkorea einander gegenseitig helfen und ihre gemeinsame Identität wiederherstellen kann.“
Aus der Rede der Präsidentin bei der Verleihung der Ehrendoktorwürde an der TU Dresden am 28. März 2014
Das sogenannte Dresden-Konzept beinhaltet im Rahmen der Nordkorea- und Vereinigungspolitik, die nach dem Amtsantritt von Präsidentin Park von der amtierenden Regierung ausgerufen wurde, detailliertere Vorschläge gegenüber Nordkorea.Das Dresden-Konzept stellt sozusagen die Grundlage zur Einleitung der Wiedervereinigung dar, die ein Teil der Bemühungen um die Umsetzung des „Vertrauensprozesses auf der koreanischen Halbinsel” bildet.
Es steht außerdem mit ihren Worten auf der Neujahrspressekonferenz am 6. Januar 2014, dass „die Wiedervereinigung ein großes Los ist“, und mit ihrer Rede zur Gründung des Komitees zur Vorbereitung der Wiedervereinigung am 25. Februar 2014 in Zusammenhang.
Zudem ist es ein Teil der politischen Maßnahmen zum „Aufbau der Grundlage für eine friedliche Wiedervereinigung“, der zu den vier politischen Leitsätzen der amtierenden Regierung gehört.
Die Bedeutung des Dresden-Konzeptes
- Konkretisierung des Vertrauensprozesses auf der koreanischen Halbinsel
- Umsetzung des Vertrauensprozesses auf der koreanischen Halbinsel durch innerkoreanische Zusammenarbeit in Bereichen wie dem Aufbau öffentlicher Infrastrukturen
- Vorbereitung der Wiedervereinigung
- Eine Wiedervereinigung, die auf gemeinsame Interessen abzielt, wie den Ausbau der innerkoreanischen Beziehungen, den Wandel Nordkoreas, neue Chancen für den wirtschaftlichen Aufstieg Koreas und die gemeinsame Prosperität des nordostasiatischen Raumes
- Nachhaltiger Austausch und Zusammenarbeit zwischen Nord und Süd
- Wiederherstellung der gemeinsamen Identität durch permanente Zusammenarbeit und Austausch zwischen Nord und Süd statt durch einmalige, sporadische Veranstaltungen
- Gemeinsame Vorbereitung der Wiedervereinigung mit der internationalen Gemeinschaft
- Ein vereinigtes Korea, das im Einklang mit seinen Nachbarn steht und von der internationalen Gemeinschaft anerkannt wird und auf der internationalen Bühne einen Beitrag leistet
- Wiedervereinigung als Vision für die Entwicklung des Landes
- Öffentliche Erklärung, dass auch Korea wie Deutschland durch die Wiedervereinigung sich zu einem vorbildhaften Mitglied der internationalen Gemeinschaft entwickeln und eine historische Evolution erreichen wird
Drei Vorschläge des Dresden-Konzeptes
n Dresden unterbreitete Präsidentin Park Nordkorea drei Vorschläge: Unterstützung für humanitäre Angelegenheiten, Aufbau der öffentlichen Infrastruktur und Wiederherstellung der gemeinsamen Identität.

- Lösung der humanitären Angelegenheiten der Süd- und Nordkoreaner
- Regelmäßige Familienzusammenführungen
- Ausbau der humanitären Unterstützung für nordkoreanische Bürger einschließlich Mütter und ihrer Säuglinge
- Wiederherstellung der gemeinsamen Identität
- Intensivierung des Austausches zwischen Nord- und Südkoreanern
- Ausbau des Austauschs auf privater Ebene auf den Gebieten Geschichtsforschung, Kunst und Kultur sowie Sport
- Unterstützung für die wirtschaftliche Entwicklung und Ausbildung im Finanzwesen in Nordkorea
- Gemeinsame Entwicklung von Bildungsprogrammen für die Zukunftsgeneration
- Aufbau öffentlicher Infrastruktur für ein gemeinsames Gedeihen
- Beitrag zur gemeinsamen Prosperität Nord- und Südkoreas und darüber hinaus des gesamten nordostasiatischen Gebiets
- Unterstützung für Verbesserung und Aufbau der öffentlichen Infrastruktur
- Gestaltung eines “Agrarkomplexes” im Norden
- Investitionen in nordkoreanische Infrastruktur und die Förderung von unterirdischen Bodenschätzen Nordkoreas
Zielsetzung
Das Dresden-Konzept sieht vier Zielrichtungen vor: eine realisierbare Vereinigungspolitik, eine nachhaltige Vereinigungspolitik, eine gemeinsame Vereinigungspolitik von Süd- und Nordkorea, eine Vereinigungspolitik im Zusammenarbeit mit der internationalen Gemeinschaft.
- Realisierbare Vereinigungspolitik
- Mit Rücksicht auf Nordkorea vorerst umsetzbare Projekte in die Wege leiten und dadurch schrittweise gegenseitiges Vertrauen aufbauen
- Mit humanitärer Unterstützung und dem Aufbau der öffentlichen Infrastruktur anfangen und danach die Unterstützung schrittweise ausbauen
- Nachhaltige Vereinigungspolitik
- Die einen allgemeinen Konsens innerhalb der Gesellschaft voraussetzt
- Ein nachhaltiges System, das die Nordkoreaner unterstützt und den Weg zum wirtschaftlichen Aufschwung eröffnet, aufbauen
- Vereinigungspolitik in Zusammenarbeit mit der internationalen Gemeinschaft
- Auf Grundlage einer gemeinsamen Vision für die Wiedervereinigung Koreas sich zusammen um den Wandel in Nordkorea und die Wiedervereinigung Koreas bemühen
- Durch den Aufbau der öffentlichen Infrastruktur ein gemeinsames Gedeihen von Korea und Nordostasien anstreben
- Gemeinsame Vereinigungspolitik von Süd- und Nordkorea
- Eine von beiden Seiten vereinbarte, friedliche Wiedervereinigung auf Grundlage von Kommunikation und gegenseitigem Verständnis vorantreiben als eine Wiedervereinigung, die von Südkorea geführt wird und Nordkorea dabei integriert wird
- Die humanitäre Unterstützung, der Aufbau der Infrastruktur und die Wiederherstellung der gemeinsamen Identität bilden die Grundlage einer auf einem Konsens beruhenden Wiedervereinigung
Quelle : Korea Institute for National Unification