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Proteste gegen mangelnde Verkehrssicherheit erschüttern Bangladesch

#Asien Kompakt l 2018-08-08

Kreuz und Quer durch Korea

ⓒ KBS News

Bangladesch wird seit Tagen von heftigen Protesten erschüttert. In der Hauptstadt Dhaka strömen zehntausende junge Menschen zu Demonstrationen auf die Straße. 


Der Aufruhr begann vor einer Woche, als in der Hauptstadt Dhaka ein Stadtbus mit hoher Geschwindigkeit in eine Gruppe von jungen Menschen raste. Der Fahrer des Busses soll angeblich schnell gefahren sein, damit ihm nicht die Fahrgäste weggenommen werden. Bei dem Unfall kamen ein junger Mann und eine junge Frau ums Leben. Berichte darüber verbreiteten sich schnell über soziale Netzwerke und wurden zu Auslösern einer Protestwelle gegen die mangelnde Verkehrssicherheit in dem Land. 


In Bangladesch sind im vergangenen Jahr über 4.000 Fußgänger bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Die Demonstranten fordern neun Maßnahmen für die Verbesserung der Verkehrssicherheit. Dazu gehören unter anderem die Todesstrafe gegen fahrlässige Busfahrer, die einen Passanten überfahren und eine strengere Bestrafung von Verstößen gegen die Verkehrsregeln. 


In Dhaka stoppten Demonstranten den Verkehr, um zu kontrollieren, ob Autofahrer überhaupt einen Führerschein haben. Der Busverkehr musste teilweise eingestellt werden. Am Samstag setzten Sicherheitskräfte Tränengas und Gummiknüppel ein. 


Korruption im Straßenverkehr ist ein weiterer Grund, warum die Menge so empört ist. Laut der New York Times habe der öffentliche Verkehr in Bangladesch lange über dem Gesetz gestanden. Beamte konspirierten mit den privaten Busunternehmen in der Hoffnung politische Spenden oder einen eigenen Bus zu erhalten. Die Polizei drücke gegen Schmiergeldzahlungen auch bei Unfällen mit Todesfolge ein Auge zu. 


Die Regierung unter Premierministerin Hasina Wajed behauptet, dass hinter den Aufständen eine Verschwörung stecke.  

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