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Wirtschaft

Südkorea wünscht mehr gesamtkoreanische Auftritte auf der Sportbühne

#Thema des Tages l 2018-09-13

Nachrichten

ⓒYONHAP News

Nach der Teilnahme mit einigen gesamtkoreanischen Mannschaften an den Asienspielen in Indonesien will Südkorea die Präsenz gemeinsamer Teams auf der internationalen Sportbühne verstärken.


Das hat Sportminister Do Jong-hwan in Tokio angekündigt, wo er an einer Sportministerkonferenz zwischen Südkorea, China und Japan teilnimmt.


Zur möglichen Teilnahme von gesamtkoreanischen Mannschaften an den Olympischen Sommerspielen 2020 in Tokio sagte der Minister, dass dies langfristig vorangetrieben werden solle. Schon in der Qualifikation könnten beide Koreas mit gemeinsamen Mannschaften antreten, um Problemen vorzubeugen, die sich aus der kurzfristigen Zusammenstellung von Mannschaften ergeben. Außerdem will das Land Nordkorea vorschlagen, sich um eine gemeinsame Austragung der Olympischen Sommerspiele 2032 zu bewerben.


Der Sportaustausch zwischen beiden Koreas dient schon seit langem als Mittel, um einen Durchbruch in den bilateralen Beziehungen herbeizuführen. Die erste gesamtkoreanische Mannschaft wurde 1991 bei der 41. Tischtennisweltmeisterschaft im japanischen Chiba aufgeboten. Unter dem Namen „Korea“ und einer gemeinsamen Korea-Flagge sowie musikalisch begleitet vom Volkslied „Arirang“ anstatt den Nationalhymnen gewann das Korea-Team die Goldmedaille im Mannschaftswettbewerb.


Die zweite gesamtkoreanische Mannschaft ging im selben Jahr 1991 bei der 6. Jugend-Fußball-WM in Lissabon an den Start. Das Team Korea erreichte damals das Viertelfinale.


Nach diesen beiden Ereignissen 1991 konnten beide Koreas bei den Olympischen Winterspielen 2018 im südkoreanischen PyeongChang erneut eine gemeinsame Mannschaft bilden, und zwar im Frauen-Eishockey. Es folgten die Teilnahme weiterer gesamtkoreanischer Mannschaften bei der Tischtennis-WM im April in Halmstadt in Schweden und bei den Asienspielen im August in Indonesien.


Zur Bildung einer gemeinsamen Mannschaft war es meistens wegen eines politischen Tauwetters kurzfristig gekommen. Sportminister Do fordert nun längerfristige Pläne, damit mehr gemeinsame Mannschaften zusammengestellt und bessere Ergebnisse erzielt werden können.

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