Auch sechs Tage nach dem Beginn des Bahnstreiks kommt es im Personen- und Güterverkehr zu Ausfällen.
Der staatlichen Bahngesellschaft KORAIL zufolge waren lediglich 60 Prozent der laut Fahrplan vorgesehenen Personenzüge im Einsatz. Die U-Bahnen auf den Strecken zwischen der Hauptstadt Seoul und umliegenden Städten und Pendelzüge fuhren zwar regelmäßig, jedoch konnte wegen der Unerfahrenheit von Ersatzfahrern der Fahrtakt auf mehreren Strecken nicht eingehalten werden.
Besonders schwer getroffen wurde der Frachtverkehr. Voraussichtlich werden 68 Frachtzüge eingesetzt, damit kann nur 22 Prozent des täglichen Aufkommens abgewickelt werden.
KORAIL zeigte mittlerweile 194 Gewerkschaftler wegen Arbeitsstörungen polizeilich an. Demgegenüber protestiert die Bahngewerkschaft unbeirrt, da die Arbeitgeber den Tarifvertrag verletzt hätten. Die zuständigen Minister wollen heute über Maßnahmen beraten und die Bahnbediensteten zur Rückkehr zur Arbeit aufrufen.
Die Mitglieder der Bahngewerkschaft hatten aus Protest gegen schlechtere Arbeitsbedingungen am letzten Donnerstag die Arbeit niedergelegt.