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USA wollen mit Nordkorea flexibler verhandeln

#Themen der Woche l 2019-07-06

Nachrichten

ⓒYONHAP News

Die USA wollen bei den Denuklearisierungsverhandlungen mit Nordkorea flexibler vorgehen.


Laut dem US-Inernetmedium Axios sagte der US-Sondergesandte für Nordkorea Stephen Biegun, dass die USA eine vollständige Einfrierung des nordkoreanischen Atomprogramms  sehen wollten. Die entsprechende Äußerung habe der Diplomat am Sonntag auf seiner Rückreise von Südkorea nach Washington gemacht.


Biegun sagte, was sich die USA wünschten sei eine Einfrierung, die Idee von einem Endzustand und über eine Roadmap für Nordkoreas Atomwaffenverzicht zu diskutieren. Hinsichtlich der Aufhebung von Sanktionen zog Biegun jedoch eine klare Linie. Washington sei vor einer vollständigen Denuklearisierung nicht an einer Aufhebung der Sanktionen interessiert, so Biegun. Die USA würden auf eine andere Art und Weise flexibel an das Thema herangehen. Als mögliche Zugeständnisse wurden humanitäre Hilfe, ein Pesonenaustausch und die Einrichtung von Vertretungen in beiden Ländern genannt.


US-Präsident Donald Trump hatte im Anschluss an sein Treffen mit Nordkoreas Staatsführer Kim Jong-un in Panmunjom am Sonntag letzter Woche angekündigt, dass in zwei bis drei Wochen Arbeitsgespräche mit Nordkorea aufgenommen würden. Die US-Seite werde dabei von Biegun vertreten.


Der US-Sondergesandte hatte davor am 19. Juni bei einer Veranstaltung einer US-Denkfabrik die Notwendigkeit einer flexiblen Herangehensweise bei den Verhandlungen mit Nordkorea betont. Seine jüngsten Äußerungen weisen darauf hin, dass das Konzept mittlerweile mit Leben gefüllt wurde. Ein wichtiger Punkt ist, dass die USA von ihrem bisherigen Prinzip des „Single Undertaking“ einen Schritt zurückgewichen sind und sich zunächst auf eine Einfrierung des nordkoreanischen Atomwaffenarsenals als erstes Ziel und Ausgangspunkt für weitere Verhandlungen einlassen wollen.


Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass es Unstimmigkeiten zwischen den USA und Nordkorea über das „Einfrieren“ geben wird. Zu einem Streitpunkt könnten die weiteren Atomanlagen zusätzlich zum Atomkomplex in Yongpyon werden, die Trump bereits beim zweiten Gipfel mit Kim in Hanoi angedeutet hatte.

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