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Indonesien will Nickelexport frühzeitig stoppen

#Asien Kompakt l 2019-09-04

Kreuz und Quer durch Korea

© YONHAP News

Indonesien hat bekannt gegeben, den Export von Nickel bereits im Januar nächsten Jahres verbieten zu wollen. Die Ankündigung hat weltweit einen Preisanstieg der unbearbeiteten Erze ausgelöst. 


Laut Reuters habe der Direktor für Kohle und Mineralien im indonesischen Energieministerium, Bambang Gatot Ariyono, am Montag das frühzeitige Inkraftsetzen des Exportstopps angeordnet. Bislang war dieser Schritt für 2022 vorgesehen. Das Verbot gelte auch für Unternehmen, die bereits einen festen Exportvertrag abgeschlossen haben. Ariyono begründete die Maßnahme mit dem drastischen Rückgang des Nickelbestands infolge des massiven Abbaus. Zudem will die Regierung die Erze in Zukunft verstärkt selbst im Land verarbeiten. 


Indonesien ist der weltweit größte Nickel-Förderer. Mit schätzungsweise 698 Millionen Tonnen befindet sich in dem südostasiatischen Land das wichtigste Vorkommen des zur Stahlherstellung benötigten Metalls. Laut der International Nickel Study Group (INSG) wurde im vergangenen Jahr ein Viertel des weltweiten Bedarfs an Nickel von Indonesien gedeckt. Das Exportverbot werde laut der INSG vor allem China, den größten Abnehmer von Industriemetallen treffen. 


Die Ankündigung des vorgezogenen Exportverbots hat den internationalen Nickel-Preis in die Höhe getrieben. An der Londoner Metallbörse stieg der Preis für Nickel am Montag auf ein Fünfjahreshoch von 18.470 Dollar je Tonne. Bereits vergangene Woche gab es Spekulationen, Indonesien werde die Exporte früher als angekündigt stoppen. Am Freitag war deshalb der Preis für Nickel in London um neun Prozent gestiegen. Die US-Investmentbank Goldman Sachs geht davon aus, dass der Nickel-Preis in den nächsten drei Monaten die Marke von 20.000 Dollar je Tonne übertreffen wird.

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