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Interessante Suchwörter der letzten Tage

#Suchwort Aktuell l 2019-10-04

Kreuz und Quer durch Korea

© YONHAP News

Die südkoreanischen Netzbürger zeigten Interesse an der Nachricht, dass 31% der Senioren über 65 Jahre trotz ihres fortgeschrittenen Alters noch arbeiten. Das Statistikamt hat kürzlich die Senioren-Statistiken 2019 veröffentlicht. Danach machten im vergangenen Jahr Beschäftigte an den Senioren über 65 Jahre mit einer Zahl von 231.100 einen Anteil von 31,3% aus. Diese Zahl der erwerbstätigen Bürger im höheren Alter ist gegenüber dem Vorjahr um 145.000 oder 6,7% gestiegen. Bei 91,5% der arbeitenden Senioren kommt die betreffende Person selbst für die Lebenshaltungskosten auf. Es gab mit jeweils 5 und 3,5% nur sehr wenig Senioren, die für ihren Lebensunterhalt von Kindern oder Verwandten sowie von der Regierung bzw. Sozialorganisationen finanziell unterstützt werden. Im Kontrast dazu sorgen bei den nichterwerbstätigen Senioren lediglich im Fall von 49,4% die betreffende Person selbst oder der Ehepartner für den Lebensunterhalt. 34,3% werden von den eigenen Kindern oder Verwandten, 16,3% von der Regierung oder Sozialorganisationen unterstützt. Etwa die Hälfte der erwerbstätigen Senioren ist mit ihrem Einkommen unzufrieden. Lediglich 10,5% sind zufrieden. Bei den nichterwerbstätigen Senioren war der Anteil der mit dem Einkommen Unzufriedenen mit 58,5% noch höher. Es stellte sich zudem heraus, dass erwerbstätige Senioren gesünder sind als Nichterwerbstätige. Ein großer Teil von ihnen lebt selbstständig, d.h. ohne auf fremde Hilfe angewiesen zu sein, und nicht bei den Kindern. 61% von ihnen sind auf den späteren Lebensabend gut vorbereitet. 22% der erwerbstätigen Senioren sind allgemein, also hinsichtlich der finanziellen Lage, Beziehungen zur Familie und Gesundheit, zufrieden. 


Eine Statistik zeigt, dass Mobile-Banking voll im Trend liegt. Seit Internetbanken und herkömmliche Banken sich für die Digitalisierung ihrer Services einsetzen, ist die Zahl der Mobile-Banking-Nutzer der inländischen Banken in der ersten Hälfte dieses Jahres verglichen mit der zweiten Hälfte des Vorjahres um 7,8% gestiegen. Nach den von der koreanischen Zentralbank veröffentlichten Daten lag die Zahl der eingetragenen Mobile-Banking-Nutzer nach dem Stand von Ende Juni dieses Jahres bei 112.890.000. Ende des vergangenen Jahres betrug die Zahl der mobilen Online-Konten 100.000.476 und überschritt zum ersten Mal die Marke von 100 Millionen. Nach dem Stand von Ende Juni beläuft sich die gesamte Zahl der Internet-Banking-Konten einschließlich der Zahl der Mobile-Banking nutzenden Bürger auf 152.620.000 und ist verglichen mit Ende 2018 um 4,1% gestiegen. Auch diese Zahl ist in den letzten Jahren ständig gewachsen. Viele Netzbürger meinen, dass dank des Mobile-Banking das Abwickeln von Bankgeschäften viel bequemer geworden sei. Sie können sich kaum noch daran erinnern, wann sie zum letzten Mal persönlich bei einer Bank waren. Für ältere Menschen, die mit dem Smartphone und Internet nicht gut umgehen können, sei dieser Service jedoch kaum nutzbar. Daher sei eine Schulung der Senioren im digitalen Banking für die Überwindung der digitalen Kluft zwischen den jungen und den älteren Generationen unbedingt erforderlich. 


Das Interesse der Netzbürger weckte auch die Nachricht, dass das Organ-on-a-chip als Ersatz für Tierversuche die Aufmerksamkeit auf sich zieht, und dass in Südkorea die Zahl der darauf bezogenen Patentanmeldungen gestiegen ist. Ein Organ-on-a-chip ist ein Biochip zur Simulation von Organen in einer Zellkultur, also eine Art künstliches Organ. Nach Angaben des Patentamtes lag die Zahl der auf diese Biochips bezogenen Patentanmeldungen im Jahr 2009 bei lediglich 14. 2013, als die EU aus ethischen Gründen die Herstellung und den Verkauf von Kosmetika, deren Inhaltsstoffe in grausamen Tierversuchen getestet wurden, verbot, ist diese Zahl auf 25 gestiegen. Seitdem ist die Zahl ständig nach oben geklettert, also 2014 auf 41, 2015 auf 45, 2016 auf 67 und 2017 auf 77. Im Jahr 2017 ist sie gegenüber dem Jahr 2013 um das Dreifache gestiegen. Den größten Anteil an den auf Biochips bezogenen zum Patent angemeldeten Technologien machen Zuchttechnologien aus, bei denen Zellen dreidimensional gezüchtet und vermehrt werden. An den Patentanmeldern machen Universitäten mit 198 Fällen den größten Anteil von 49% aus. Danach folgen ausländische Unternehmen mit 20%, kleine und mittelständische Unternehmen mit 15% und Forschungseinrichtungen mit 9%. Dass Hochschulen und ausländische Unternehmen die meisten auf Biochips bezogenen Patente anmelden, ist darauf zurückzuführen, dass im Inland diese Forschung in der Phase der Grundlagenforschung steckenbleibt, während in anderen fortgeschrittenen Ländern wie den USA Biochips für bestimmte Krankheitsmodelle bereits vermarktet worden sind.

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