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Malaysia verhaftet 26 Rohingya-Bootsflüchtlinge

#Asien Kompakt l 2020-07-29

Kreuz und Quer durch Korea

ⓒ YONHAP News

Die Regierung in Malaysia hat eine Gruppe von 26 Rohingya-Bootsflüchtlingen, die  sich auf eine kleine Insel vor Malaysias Küste gerettet hatten, verhaftet. Die Flüchtlinge galten zunächst als vermisst. Laut malaysischen Behörden liege gegen sie der Verdacht vor, sich illegal ins Land eingeschmuggelt zu haben. 


Vor knapp drei Jahren waren über 700.000 muslimische Rohingyas vor der brutalen Unterdrückung durch das Militär aus dem buddhistisch dominierten Myanmar nach Bangladesch geflohen. Die Flüchtlinge halten sich seitdem in überfüllten Lagern in Bangladesch auf und versuchen immer wieder, mit Booten nach Malaysia oder Thailand zu gelangen. 


Laut Medienberichten hatten am vergangenen Samstag 27 Flüchtlinge versucht, von der Insel Langkawi an Land zu schwimmen. Nur eine Person hatte den Strand erreicht, die restlichen 26 galten als vermisst. Die malaysische Küstenwache startete eine Suchaktion, nachdem der Migrant am Strand gefunden worden war. Sie konnten die Vermissten zunächst nicht finden, und es wurde befürchtet, dass sie ertrunken waren. 


Am Sonntag wurden die 26 vermissten Rohingyas in einem Wald in der Nähe entdeckt. Die Küstenwache teilte mit, dass sämtliche Flüchtlinge verhaftet worden seien. In der Gruppe befanden sich 13 Männer, neun Frauen und fünf Kinder. Die Behörden ermitteln derzeit, von wo aus und wann die Flüchtlinge gestartet sind, und ob sie bei ihrer Einreise nach Malaysia Hilfe von Schleusern bekamen. 


Das muslimisch dominierte Malaysia hatte sich zuvor gegenüber Rohingyas aus Myanmar tolerant gezeigt und zahlreiche Flüchtlinge aufgenommen. In den letzten Monaten hatte sich das Land jedoch geweigert, die Bootsflüchtlinge aufzunehmen und dies mit strikten Einreisebeschränkungen wegen der Corona-Pandemie begründet.

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