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Verbraucherpreise im April kräftig gestiegen

#Themen der Woche l 2022-05-07

Nachrichten

ⓒ YONHAP News

Die Verbraucherpreise in Südkorea sind im April so kräftig wie seit über 13 Jahren nicht mehr gestiegen.


Nach Angaben des Statistikamtes am Dienstag kletterte der Verbraucherpreisindex im vergangenen Monat im Vorjahresvergleich um 4,8 Prozent auf 106,85. Damit wurde die stärkste Teuerung seit Oktober 2008 verbucht.

 

Ursache ist ein Zusammentreffen mehrerer Faktoren. Dazu zählen höhere Energiekosten, anhaltende Lieferkettenprobleme und eine allmähliche Erholung der Binnennachfrage nach dem Coronaschock. 


Wichtigste Preistreiber waren Öl- und Dieselprodukte sowie die Gastronomie und andere Dienstleister. Benzin verteuerte sich um nahezu 30 Prozent. Diesel wurde um mehr als 40 Prozent teurer.


In Restaurants und Speiselokalen müssen Bürger mittlerweile tiefer in die Tasche greifen. Die Preise für Auswärtsessen stiegen den zweiten Monat in Folge um 6,6 Prozent. Auffallend ist der Anstieg von Preisen für Menüs der einfachen Bürger aufgrund der stetigen Verteuerung von Agrar-, Viehzucht- und Fischereiprodukten. Galbitang, eine Art Rinderrippensuppe, verbuchte mit 12,5 Prozent den kräftigsten Aufschlag. Roher Fisch wurde um elf Prozent teurer und Reisröllchen Kimbap kosten nahezu zehn Prozent mehr. Pizza und frittiertes Huhn oder Chicken verteuerten sich um mehr als neun Prozent. 


Der Preisindex für Produkte des täglichen Bedarfs, der die gefühlte Inflation angibt, stieg um 5,7 Prozent und damit so stark wie seit August 2008 nicht mehr. Die Preise für Produkte der Agrar- und Viehzuchtbranche stiegen um mehr als sieben Prozent. Strom, Gas und Wasser verteuerten sich um 6,8 Prozent. 


Die stark gestiegenen Teuerungsraten in Bereichen des alltäglichen Bedarfs werden für viele einfache Bürger zur Belastungsprobe. Immer mehr Menschen mit einem geringen oder durchschnittlichen Einkommen sind nicht mehr imstande, die regelmäßigen Ausgaben zu stemmen. 


Die Kerninflation, in der die Preisänderung für Agrarprodukte und Erdölprodukte nicht berücksichtigt ist, legte um 3,6 Prozent zu. 

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