Südkorea will am Nachmittag die höchste Grippewarnstufe ausrufen.
Hintergrund der geplanten Anhebung auf Stufe rot sei die schnelle Ausbreitung des potenziell tödlichen Influenza-A-Virus, teilten die Gesundheitsbehörden am Montag mit.
In der letzten Woche wurden täglich im Schnitt mehr als 8.800 Infektionsfälle festgestellt, doppelt so viele wie in der Woche davor. Seit Mitte August starben in Südkorea insgesamt 40 Menschen an der Neuen Grippe. Zurzeit werden 48 Grippepatienten auf Intensivstationen behandelt.
Das Gesundheitsministerium will die Anhebung der Warnstufe nach Beratungen mit Experten am Nachmittag offiziell bekannt geben.
Um das H1N1-Virus einzudämmen, werde die Regierung Einschränkungen im Reiseverkehr und die Absage von Großveranstaltungen veranlassen. Auch sollen mehr und schneller Grippetests durchgeführt werden, erklärte das Ressort.
Zudem sollen Anstrengungen gegen den Missbrauch von Grippemedikamenten wie Tamiflu unternommen werden. Begründet wird dies mit der gefährlichen Toleranz, das heißt Gewöhnung an den Wirkstoff.