Südkorea und Russland wollen die Ursache für einen zweiten Fehlstart der Trägerrakete Naro auf Regierungsebene ermitteln.
Das teilte das südkoreanische Wissenschaftsministerium mit. Noch im Juni werde das Ressort mit der russischen Raumfahrtbehörde ein gemeinsames Untersuchungsteam bilden.
Anlass seien mangelnde Fortschritte bei der Ursachenklärung auf privater Ebene. Das gemeinsame Untersuchungskomitee aus Vertretern des russischen Herstellers der ersten Antriebsstufe Khurnichev und des südkoreanischen Weltraumforschungsinstituts konnte bisher die Differenzen über die Ursache nicht abbauen.
Unterdessen wurden heute die vorläufigen Ermittlungsergebnisse zur Ursache für den fehlgeschlagenen Start bekannt gemacht.
Die Trägerrakete Naro sei 136,3 Sekunden nach ihrem Abschuss am 10. Juni 2010 im Zuge einer Erschütterung dem ersten Schock ausgesetzt worden. Eine Sekunde später sei der zweite Schock, nämlich eine interne Explosion, gefolgt. Damit sei die Datenübertragung gestoppt worden, hieß es.