Laut den Ergebnissen einer Untersuchung ist die koreanische Halbinsel den Folgen des Klimawandels stärker ausgesetzt als der Weltdurchschnitt.
Das Nationale Institut für Katastrophenmanagement teilte nach der Auswertung von Daten des Wetteramtes mit, dass die Temperatur auf der koreanischen Halbinsel in den letzten 30 Jahren um 1,2 Grad gestiegen sei. Die Temperaturen weltweit seien im Schnitt um 0,7 Grad gestiegen.
Die jährliche Niederschlagsmenge habe unterdessen mit 70 Millimeter eine größere Zunahme als der Weltdurchschnitt verzeichnet. Die koreanische Halbinsel sei demnach für Naturkatastrophen infolge des Klimawandels anfällig.
Als ein Beispiel nannte das Institut heftige Schneefälle im letzten Winter an der Ostküste. In vielen Regionen, insbesondere im südlichen Teil, werde eine Dürre im Frühling erwartet. Wegen des trockenen Wetters würden mehr Waldbrände in den Städten befürchtet. Ende Juli und Anfang August werde Korea an mehr Tagen als in den letzten Jahren von großer Hitze heimgesucht, hieß es weiter.
Das Institut will demnach ein System aufbauen, um auf der Grundlage von Satellitenbildern schwere Schneefälle, Dürre, Hochwasser und Naturkatastrophen in Nordkorea täglich prüfen zu können. Ein Untersuchungsteam wird gebildet, um Katastrophen und Unfälle auszuwerten.