Forscher haben in Exkrementen von in Korea lebenden Fledermäusen ein dem MERS-Virus ähnliches Virus entdeckt.
Es ist das erste Mal in Südkorea, dass Forscher in Exkrementen von Fledermäusen Viren nachwiesen.
Ein gemeinsames Forschungsteam des Koreanischen Forschungsinstituts für Biowissenschaft und Biotechnologie, der Korea Universität und des Koreanischen Forschungsinstituts für Lebewesen in Höhlen sammelte 49 Exkrementenproben von Fledermäusen in elf Lebensräumen dieser Tiere und analysierte diese.
Die Forscher teilten mit, darin ein Corona- und Rotavirus entdeckt zu haben, die Erkrankungen von Verdauungs- oder Atmungsorganen auslösen. Diese seien mit dem SARS- und dem MERS-Coronavirus jeweils zu 89 und 77 Prozent identisch. Sie könnten derselben Gruppe wie das SARS- und MERS-Virus zugeordnet werden.
Das Mitglied des Forscherteams Kim Hye-kwon sagte, man gehe davon aus, dass eine Übertragung des im Kot von Fledermäusen entdeckten Coronavirus auf den Menschen eher unwahrscheinlich sei.
Die Forschungsergebnisse wurden in der Online-Mai-Ausgabe des Wissenschaftsjournals „Transboundary and Emerging Diseases“ veröffentlicht.