Wissenschaft
Südkorea vertagt Entscheidung über Aushändigung von Kartenmaterial an Google
Write: 2016-08-10 11:00:33 / Update: 2016-08-10 14:12:37
Die südkoreanische Regierung hat die Entscheidung vertagt, ob die von Google gewünschte Aushändigung von Kartenmaterial genehmigt wird.
Das Ministerium für Land, Infrastruktur und Transport teilte mit, dass die ursprünglich für Freitag geplante zweite Sitzung des Regierungsausschusses zu der Angelegenheit verschoben worden sei.
In dem Gremium sitzen Vertreter von acht Regierungsbehörden, darunter neben dem Landministerium das Ministerium für Wissenschaft, IuK und Zukunftsplanung sowie das Verteidigungsministerium. Diskutiert wird über die Frage, ob räumliche Daten für Googles Kartendienste geliefert werden sollen. Auf der zweiten Sitzung sollte eine endgültige Entscheidung fallen.
Das Landministerium, das in der Angelegenheit die Rolle des Moderators spielt, teilte mit, dass eine Verschiebung der Sitzung erforderlich sei, um weitere Nachprüfungen anstellen zu können.
Die Sitzung werde voraussichtlich um den 25. August herum nachgeholt. Dann soll das Nationale Institut für Geografische Informationen über die Google-Anfrage entschieden haben.
Gegner des Vorhabens warnen vor Sicherheitsrisiken. Weil auf der koreanischen Halbinsel technisch gesehen noch Krieg herrsche, könnten detaillierte Informationen zu wichtigen Einrichtungen wie Präsidialamt und Militärstützpunkten nicht preisgegeben werden.
Die Befürworter wenden ein, dass die Google-Anfrage keine neue Bedrohung für Südkorea zur Folge haben werde, und das Land bei innovativen Technologien in einen Rückstand geraten könnte, sollte das Kartenmaterial nicht bereitgestellt werden.
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