Zum Menü Zum Inhalt

Wirtschaft

Für Südkorea soll laut Bericht Ausnahme von US-Autozöllen gelten

Write: 2019-05-16 08:19:09Update: 2019-05-16 17:14:12

Photo : YONHAP News

Für Südkorea soll einem Medienbericht zufolge eine Ausnahme von den US-Autozöllen gelten.

Grund sei, dass beide Länder erneut über ihr Freihandelsabkommen verhandelt hatten, meldete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch.

US-Präsident Donald Trump will offenbar noch diese Woche ein Dekret unterzeichnen, dass der Europäischen Union und Japan 180 Tage Zeit für eine Zustimmung zu verringerten Autoexporten in die USA gibt. Im Gegenzug soll die Einführung höherer Zölle verschoben werden. Das berichtete die Nachrichtenagentur unter Berufung auf einen ihr vorliegenden Entwurf.

Trump sollte ursprünglich bis Samstag entscheiden, ob bis zu 25 Prozent Zoll auf Einfuhren von Autos und Zulieferteilen der Autoindustrie aufgeschlagen werden sollen. Dies sollte mit einer Gefährdung der nationalen Sicherheit begründet werden.

Die Autohersteller hätten bereits mit einer Vertagung der Entscheidung gerechnet, da die USA zurzeit Gespräche mit der Europäischen Union und Japan führen.

Südkorea hatte auf eine Ausnahmeregelung gedrängt, da es im neu ausgehandelten und im Januar in Kraft getretenen Freihandelsabkommen bereits Zugeständnisse im Automobilsektor gemacht habe.

Laut Industriebeobachtern stünden südkoreanische Hersteller nicht in einem direkten Wettbewerb mit der US-Konkurrenz. Denn südkoreanische Autobauer lieferten überwiegend Klein- und Mittelklassewagen, während US-Hersteller SUVs, Pick-Ups und große Limousinen bauten.

Im April hatte die Ratingagentur Moody´s Investors Service gewarnt, dass zusätzliche Zölle auf südkoreanische Fahrzeugexporte in die USA das jährliche Wirtschaftswachstum um 0,3 Prozentpunkte drücken würden.

Die Redaktion empfiehlt