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Politik

Seoul macht Auslandspresse auf negative Folgen von Japans Exportrestriktionen aufmerksam

Write: 2019-07-18 13:15:56Update: 2019-07-18 15:48:31

Seoul macht Auslandspresse auf negative Folgen von Japans Exportrestriktionen aufmerksam

Photo : KBS News

Die Regierung hat ausländische Journalisten auf die Ungerechtigkeit der japanischen Exportrestriktionen gegenüber Südkorea aufmerksam gemacht.

Ein ranghoher Regierungsbeamter forderte auf einem dringlich einberufenen Treffen mit ausländischen Reportern am Mittwoch Japan auf, die Exportrestriktionen für Halbleiter- und Display-Materialien zurückzunehmen.

Sollte die Halbleiterproduktion wegen der japanischen Exportbeschränkungen eingestellt werden, werde dies negative Folgen auch für globale Unternehmen wie Apple und Amazon sowie Milliarden Verbraucher in der Welt haben. Unter anderem werde der Betrieb der Fabrik von Samsung Electronics in Texas, wo System-Halbleiter produziert werden, beeinträchtigt, sagte er.

Der Regierungsvertreter erwähnte auch frühere Äußerungen von Japans Premierminister Shinzo Abe, die im Widerspruch zu den aktuellen Exportrestriktionen stehen. Abe habe beim G20-Gipfel Ende Juni in Osaka gesagt, dass eine freie und offene Wirtschaft eine Grundlage für den Weltfrieden und den Wohlstand sei. Als China 2010 den Export Seltener Erden nach Japan verboten habe, hätten japanische Beamte die Wichtigkeit des freien Handels unterstrichen, hieß es.

Er wies außerdem darauf hin, dass Japan ausgerechnet gegen die Halbleiterindustrie, die 25 Prozent des Exportvolumens Südkoreas ausmacht, Restriktionen verhängte. Auch hieß es bezüglich der Urteile des südkoreanischen Obersten Gerichtshofs für die Entschädigung früherer Zwangsarbeiter, Anlass für Japans Schritt sei, dass sich die Regierung gemäß dem Gewaltenteilungsprinzip nicht in die Angelegenheit einmischen könne.

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