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Kontroverse um Abschiebung mordverdächtiger Nordkoreaner

2019-11-16

ⓒYONHAP News

Die Abschiebung von zwei mordverdächtigen Nordkoreanern hat eine Debatte ausgelöst.


Die südkoreanische Regierung hatte letzte Woche zwei Fischer nach Nordkorea zurückgeschickt, die des Mordes an 16 Besatzungsmitgliedern ihres Schiffes verdächtigt werden.


Das Schiff mit den beiden Männern an Bord war am 2. November vor der südkoreanischen Ostküste sichergestellt worden. Zuvor hatte es die Seegrenze zwischen beiden Koreas überquert.


Laut der Regierung ergaben Ermittlungen, dass die beiden Nordkoreaner dringend verdächtigt würden, Kollegen sowie den Kapitän des Fischfangschiffes ermordet und sich danach auf die Flucht begeben zu haben. Nach Erörterungen mit den zuständigen Behörden sei man zu dem Schluss gekommen, die Verdächtigen aus Sicherheitsgründen abzuschieben, weil Schwerverbrecher nach dem Völkerrecht nicht als Flüchtlinge anerkannt werden.


Nach der Festnahme der Männer wurde Nordkorea über den Vorgang informiert. Deren Übergabe erfolgte am 7. November am Waffenstillstandsdorf Panmunjeom.


Es gibt die Kritik, die südkoreanische Regierung sei bei ihrer Entscheidung nicht korrekt vorgegangen. Die Abgeschobenen erfüllten die Kriterien als Überläufer aus Nordkorea und es sei ihr Recht gewesen, überprüfen zu lassen, ob sie für die gesetzlich festgeschriebenen Leistungen für Neubürger in Frage kämen.


Es gibt auch die Meinung, als Nordkoreaner, die in Südkorea ankamen, hätten sie das Recht gehabt, südkoreanischer Staatsbürger zu werden und als solcher auch das Recht auf eine Gerichtsverhandlung in Südkorea. Aus humanen Gründen sei die Zurücksendung problematisch gewesen, da den beiden in ihrer Heimat Folter drohe.

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