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ARF-Außenminister fordern von Nordkorea Einhaltung von Denuklearisierungsversprechen

#Thema des Tages l 2018-08-06

Nachrichten

ⓒ KBS News

Beim ASEAN-Regionalforum (ARF) am letzten Samstag ist die Stimmung zwischen Süd- und Nordkorea und zwischen Nordkorea und den USA von Härte und Sanftheit zugleich geprägt gewesen. Es kamen zwar keine bilateralen Gespräche zwischen beiden Koreas und zwischen Nordkorea und den USA zustande. Die Länder zeigten jedoch die Bereitschaft, den Dialog fortzusetzen. 


Diese Atmosphäre spiegelte sich auch in der Erklärung des ARF-Vorsitzenden wider. Darin wird zwar eine vollständige Denuklearisierung Nordkoreas verlangt. Die Erklärung enthält jedoch nicht die Formulierung „vollständige, überprüfbare und unwiderrufliche Denuklearisierung“ (CVID). In der letztjährigen Stellungnahme wurde ernsthafte Besorgnis über Nordkoreas Provokationen zum Ausdruck gebracht. Einige Minister bekräftigten ihre Unterstützung für eine friedliche Verwirklichung der CVID, hieß es darin.


Als Grund für die fehlende Formulierung „vollständige, überprüfbare und unwiderrufliche Denuklearisierung“ in der diesjährigen Erklärung vermuten Beobachter, dass damit Nordkoreas Wunsch berücksichtigt wurde. Wie verlautete, hätten auch beim diesjährigen ARF mehrere Minister die CVID zur Sprache gebracht. Deshalb erwarteten viele Beobachter, dass die Erklärung des Vorsitzenden die Forderung nach der CVID enthalten wird. Stattdessen wurde eine „vollständige Denuklearisierung“ verlangt. 


Die Stimmung beim ARF selbst war anders als letztes Jahr. Die Außenminister Süd- und Nordkoreas begegneten sich mit einer fröhlichen Miene, so war es auch zwischen den Außenministern Nordkoreas und der USA. Der US-Botschafter auf den Philippinen, Sung Kim, händigte dem nordkoreanischen Außenminister Ri Yong-ho einen Dokumentenumschlag aus. Laut US-Außenminister Mike Pompeo befand sich darin eine Antwort von US-Präsident Donald Trump auf ein Schreiben von Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un, das Trump am 1. August erhalten hatte. 


Zwischen den USA und Nordkorea findet derzeit ein zähes Tauziehen um die Denuklearisierung und eine Erklärung des Endes des Koreakriegs statt. Diesbezüglich sind Äußerungen der südkoreanischen Außenministerin Kang Kyung-wha bemerkenswert. Sie sagte hinsichtlich der Erklärung des Kriegsendes, sie habe bedeutungsvolle Diskussionen mit den USA und China hierüber geführt und mit dem nordkoreanischen Amtskollegen Meinungen ausgetauscht. Sie betrachte die UN-Generalversammlung im September als wichtigen Anlass, hieß es. 

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