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Gericht verurteilt Ex-Präsident Lee Myung-bak zu 15 Jahren Haft

#Themen der Woche l 2018-10-07

Nachrichten

ⓒYONHAP News

Der wegen Vorwürfen der Unterschlagung und Bestechlichkeit angeklagte Ex-Präsident Lee Myung-bak wurde in erster Instanz zu 15 Jahren Haft und einer Geldstrafe in Höhe von 13 Milliarden Won (11,5 Millionen Dollar) verurteilt.


Das Bezirksgericht Seoul Zentral sprach am Freitag den Angeklagten hinsichtlich sieben von 16 Anklagepunkten für schuldig.


Das Gericht ging davon aus, dass Lee der tatsächliche Eigentümer des Automobilzulieferers DAS sei. Mittels der Kontrolle über den Betrieb des Unternehmens habe er schwarze Kassen eingerichtet. Die nachgewiesene Höhe des Geldes, das Lee aus der Firmenkasse unterschlagen habe, betrage 24,6 Milliarden Won (21,8 Millionen Dollar).


Die Richter hatten Zeugenaussagen zur Klärung der Eigentumsverhältnisse beim Unternehmen DAS als glaubhaft eingestuft. Frühere Vertraute des Angeklagten, die bei der Gründung und Verwaltung des Unternehmens involviert waren, hatten ausgesagt, dass DAS auf Anweisung von Lee gegründet worden sei und dieser das Geld dafür zur Verfügung gestellt habe.


Auch ein Teil der von der Samsung-Unternehmensgruppe geleisteten Unterstützung für den Prozess von DAS in den USA wurde als Bestechung eingestuft.


Hinsichtlich der vom Geheimdienst entgegen genommenen 700 Millionen Won wurde der frühere Präsident des Vorwurfs der Bestechlichkeit freigesprochen. Jedoch befanden die Richter, dass er dadurch der Staatskasse Verluste eingebracht habe.


Lee Myung-bak wurde am 9.April von der Staatsanwaltshaft angeklagt. Im Mittelpunkt der juristischen Auseinandersetzung im Prozess gegen ihn stand die Frage nach dem DAS-Eigner.  Lee hatte darauf bestanden, dass die Firma seinem Bruder Lee Sang-eun und weiteren Anteilseignern gehöre. Dieser Standpunkt erschien dem Gericht nicht plausibel.

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