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Verschwundener Interpol-Chef in China unter Aufsicht

#Asien Kompakt l 2018-10-10

Kreuz und Quer durch Korea

ⓒ YONHAP News

Nach tagelangen Spekulationen über das Schicksal des Interpol-Präsidenten Meng Hongwei gab Peking nun offiziell bekannt, dass der 64-Jährige in China unter Behördenaufsicht stehe und gegen ihn ermittelt werde. Die Meldung wurde ausgegeben, kurz nachdem sich die Ehefrau des Interpol-Chefs in Lyon an die Öffentlichkeit gewandt hatte.  


Meng war am 25.September zu einer Dienstreise nach China aufgebrochen. Seine Frau gab an, seitdem nichts mehr von ihm gehört zu haben. Sie zeigte dabei auch ein Emoticon, das ihr Mann kurz zuvor geschickt hatte, und das eine Gefahrensituation ausdrücke. Die chinesische Regierung gab daraufhin in einer kurzen Erklärung bekannt, Meng werde verdächtigt, das Gesetz gebrochen zu haben und werde von der nationalen Disziplinarkommission untersucht. 


Meng Hongwei war 2016 als erster Chinese an die Spitze von Interpol gewählt worden. Zuvor war der studierte Jurist in China stellvertretender Minister für Öffentliche Sicherheit. 

Unterdessen hat die internationale Polizeibehörde Mengs Rücktritt bekanntgegeben. Er habe einen Rücktrittsgesuch mit „sofortiger Wirkung“ eingereicht, teilte Interpol am Sonntag in Lyon mit. 

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