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Interessante Suchwörter der letzten Tage

#Suchwort Aktuell l 2018-11-02

Kreuz und Quer durch Korea

ⓒ KBS News

Die Zahl der Arbeitnehmer, die ihren Arbeitsplatz verloren haben, weil ihre Firma wegen des Konjunkturrückgangs in eine Betriebsnot geriet oder schloss, lag im Zeitraum zwischen Januar und September zwei Jahre in Folge bei über 800.000. Auch die Zahl der Arbeitslosen dieser Form im Gastronomiebereich beträgt dieses Jahr so wie im vergangenen Jahr deutlich über 70.000. Deswegen gibt es nun die Analyse, dass die Umstrukturierung in der Schiffbaubranche und der Konjunkturrückgang in der Autoindustrie auf die Beschäftigungssituation im Dienstleistungssektor einen negativen Einfluss ausgeübt haben. In der Schiffbau- und Autoindustrie gibt es zahlreiche Zulieferunternehmen, so dass sich der Konjunkturrückgang in diesen Bereichen auf Zulieferunternehmen sowie die regionale Wirtschaft direkt ausgewirkt habe. Das Problem ist, dass die Aussichten noch düsterer sind. Zu dem Konjunkturrückgang kam noch die Verschlechterung der Beschäftigungsquote hinzu, so dass die Arbeitslosenzahl in Südkorea neun Monate in Folge bei über einer Million liegt. Nach den vom Statistikamt veröffentlichten Daten lag die Arbeitslosenzahl im vergangenen September bei 1.024.000 und dies war der höchste Stand in diesem Zeitraum seit 19 Jahren. Darüber hinaus ist der Betriebsgewinn der Automobilhersteller Hyundai und Kia im dritten Quartal dieses Jahres gegenüber dem selben Vorjahresquartal um 76% geschrumpft. Damit wächst die Befürchtung, dass die Rezession in der Herstellungsindustrie noch gravierender würde. Viele Netzbürger sind angesichts der Eigenschaft der südkoreanischen Wirtschaft, die von einigen wenigen Industriebereichen stark abhängig ist und der düsteren Zukunftsaussichten stark besorgt.


Das Interesse der Netzbürger weckte auch die Nachricht, dass ab dem nächsten Jahr eine Feuerlöscher-Pflicht im Auto für alle Fahrzeugtypen gilt. Gegenwärtig sind lediglich Autos mit mehr als sieben Sitzen davon betroffen. Das Feuerwehramt gab gestern bekannt, dass die Feuerlöscher-Pflicht auf alle Fahrzeuge erweitert wird, und dass bei regelmäßigen technischen Überprüfungen von Kraftfahrzeugen überprüft werden soll, ob im Auto ein Löschgerät angebracht ist, und ob es einwandfrei funktioniert. Entsprechend der neuen Regelung müssen Fahrzeuge, die neu auf den Markt kommen, bereits ab Werk mit einem Feuerlöscher ausgestattet werden. Wer schon ein Auto hat, muss sich noch extra einen Feuerlöscher anschaffen. Das Komitee für Anti-Korruption und Bürgerrechte hat diesbezüglich im vergangenen Juli eine Umfrage durchgeführt. Danach befürworteten 87,9% der Bürger die Erweiterung der Feuerlöscher-Pflicht auf alle Fahrzeuge. Jedoch haben 51,5% noch kein einziges Mal ein Löschgerät benutzt, und 65% wussten überhaupt nicht, dass ein Feuerlöscher zur Pflichtausstattung im Auto zählt.


In diesem Jahr ist der Reispreis so stark wie seit 13 Jahren nicht gestiegen. Damit werden Lebensmittelhersteller, die Reis verarbeiten, eine größere finanzielle Belastung spüren. Nach Informationen des Statistikamtes und des Ministeriums für Landwirtschaft, Forstwesen, Viehzucht und Nahrungsmittel liegt der Großhandelspreis von Reis bei rund 42 Dollar pro 20 kg. Der Preis entspricht im Vergleich zu den letzten Jahren einer Steigerung um 23,8%. Verglichen mit vergangenem Jahr, als der Reispreis leicht zurückgegangen war, ist er dieses Jahr um 33,2% gestiegen. Auch gegenüber dem Vormonat ist Reis um 2,9% teurer geworden. Der Grund für den ständigen Anstieg des Reispreises liegt darin, dass als Folge der großen Hitzewelle und der starken Regengüsse im vergangenen Sommer die Reisproduktionsmenge geschrumpft ist. In diesem Jahr beläuft sich die Reisproduktionsmenge auf rund 3,9 Millionen Tonnen. Dies könnte die schwächste Ernte seit 38 Jahren werden. Wegen des stark angezogenen Reispreises verändert sich auch das Verhalten der Verbraucher beim Reiskauf. Immer mehr Verbraucher kaufen Reis übers Internet, weil dies etwa um 10% günstiger ist. Bei einem Online-Kaufhaus sei die Zahl der Käufe von Reis und anderen Getreidearten im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr um 88% gestiegen. In diesem Jahr bis 30. September sei der betreffende Umsatz gegenüber dem selben Vorjahreszeitraum um 520% nach oben geschnellt. Auch die Zahl der Verbraucher steigt, die Fertigreisprodukte kaufen, bei denen die Preissteigerungsrate relativ niedrig ist. Die Netzbürger meinen, dass die betreffenden Hersteller zwar von der Echtzeit-Reispreissteigerung nicht direkt betroffen seien. Aber wenn der Reispreis weiter steigt, werden sie auch bald die Preise ihrer Produkte erhöhen. Auch die Hersteller von traditionellen Alkoholgetränken, bei denen Reis als Hauptzutat benutzt wird, verfolgen nun aufmerksam die gegenwärtige Reispreisentwicklung.

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