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Zwei Korea-Amerikaner ins US-Repräsentantenhaus gewählt

#Thema des Tages l 2018-11-09

Nachrichten

ⓒ YONHAP News

Bei den Zwischenwahlen in den USA sind erstmals zwei Korea-Amerikaner in den Kongress gewählt worden. Sie werden die ersten koreanischstämmigen Kongressabgeordneten seit 20 Jahren sein. Es ist noch bedeutungsvoller, dass beide Kandidaten jeweils im Osten und Westen gewählt wurden und dass sowohl ein Demokrat als auch eine Republikanerin den Sprung in den Kongress schafften. Deshalb wird erwartet, dass die Korea-Amerikaner ihren politischen Einfluss in den USA deutlich vergrößern könnten.


 Die Republikanerin Young Kim siegte im Kongress-Wahlbezirk 39 von Kalifornien. Sie wurde im südkoreanischen Incheon geboren und wuchs in Seoul auf. Mit 13 Jahren wanderte sie mit der Familie nach Guam aus. Sie studierte an der Universität von Südkalifornien (USC) und ließ sich anschließend dauerhaft in den USA nieder. Nach dem Studium arbeitete sie bei einem Finanzinstitut und begann später ein eigenes Geschäft. Kim stieg auf Vorschlag ihres Mannes als Beraterin für den Abgeordneten des Repräsentantenhauses Ed Royce in die Politik ein. Sie arbeitete 21 Jahre lang für ihn und wurde 2014 in das Unterhaus des kalifornischen Parlaments gewählt.


Kim übernahm den Wahlbezirk von Royce. Sie versprach, Bemühungen zu unternehmen, um in anstehenden Angelegenheiten zwischen Südkorea und den USA sowie der Koreaner-Gemeinde Lösungen zu finden.


Der Demokrat Andy Kim wurde im Kongress-Wahlbezirk 3 von New Jersey gewählt. Der 36-Jährige zählt zur zweiten Generation der koreanischen Migranten. Sein Vater ist eine bekannte Persönlichkeit, die als Waise mit Behinderung am MIT und der Havard Universität studierte und die Doktorwürde in der Gentechnik erhielt. Andy Kim studierte an der Universität Chicago und promovierte an der Universität von Oxford in internationalen Beziehungen. Er war in der Obama-Regierung als Experte für Nahostfragen tätig. Er diente im Außenministerium als Strategieberater für Kommandeure der US-Truppen in Afghanistan und im Verteidigungsministerium und dem Nationalen Sicherheitsrat des Weißen Hauses als für Irak zuständiger Berater.


Kim sagt, dass sein Vater und er den „amerikanischen Traum“ verwirklicht hätten. Er betont, dass gesellschaftliche Bedingungen geschaffen werden müssten, damit Migranten wie er Erfolg haben könnten.

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