Zum Menü Zum Inhalt

Präsident des koreanischen Fußballverbands äußert sich zu Austragung der Frauen-Fußball-WM durch beide Koreas

#Sport! Sport! l 2019-07-08

Kreuz und Quer durch Korea

© YONHAP News

Chung Mong-gyu, der Präsident des koreanischen Fußballverbands, sagte, dass eine gemeinsame Austragung der Fußball-WM der Frauen 2023 durch beide Koreas, der Friedensschaffung auf der koreanischen Halbinsel dienen werde. Der Stimmung in Fußballkreisen nach zu urteilen stünden die Chancen für eine Vergabe des Turniers an beide Koreas gut. Die diesbezügliche Äußerung machte der Unternehmer und Fußballfunktionär am Freitag in einem Interview mit Yonhap News. 


FIFA-Präsident Gianni Infantino hatte im Februar zuerst eine gemeinsame Austragung vorgeschlagen. Der koreanische Fußballverband war demgegenüber positiv eingestellt und reichte diesbezüglich eine Absichtserklärung bei der FIFA ein. Weil beide Koreas bis dahin keine Gelegenheit hatten, die Angelegenheit zu erörtern, bewarb sich der südkoreanische Fußballverband im April erst einmal für eine alleinige Gastgeberschaft. Im Anschluss daran zog der Verband seine Bewerbung für den Asienpokal zurück und setzte seitdem alle Kräfte für die gemeinsame Austragung der Frauen-Fußball-WM ein. 


Chung Mong-gyu ist der Meinung, dass die Aussichten für eine Vergabe an beide Koreas gut stehen. Er sagte, FIFA-Präsident Infantino habe seit zwei Jahren mehrere Male seine Erwartung an eine gemeiname Austragung durch beide Koreas zum Ausdruck gebracht. Wegen den Sanktionen, denen Nordkorea unterliegt, werde es für Nordkorea aber nicht einfach sein, sich für die Angelegenheit zu engagieren. Pjöngjang habe offenbar auch Sorgen, was die Wettkampfstätten betreffe. Chung sagte, für dieses Problem könne man aber eine Lösung finden, wenn internationale Fußballorganisationen und die südkoreanische Regierung mit der nordkoreanischen Seite näher darüber diskutieren. 


Chung sagte, entscheidend für das Vorhaben sei die Friedensstimmung. Das jüngste Treffen zwischen US-Präsident Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un in Panmunjeom habe einen Wendepunkt geschaffen und man erwarte, dass Erörterungen zur gemeinsamen Austragung der Frauen-Fußball-WM in Schwung kommen. Eine gemeinsame Gastgeberschaft sei auch für die Erweiterung der Basis des Frauenfußballs in Asien sehr wichtig, so Chung.

Die Redaktion empfiehlt