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Steigender Meeresspiegel bedroht Küstenbewohner in Asien

#Asien Kompakt l 2019-10-30

Kreuz und Quer durch Korea

© Climate Central

Die Klimaerwärmung lässt Gletscher und das Eis der Pole schmelzen. Einer Studie nach könnten bis zum Jahr 2050 infolge der steigenden Fluten, 150 Millionen Menschen weltweit ihre Lebensgrundlage verlieren. Asien soll besonders stark betroffen sein. 


Laut der New York Times haben Wissenschaftler der US-Forschungsorganisation „Climate Central“ herausgefunden, dass sich der geografische Bereich, der unter dem Einfluss des  Anstiegs des Meeresspiegels stehe, verdreifacht habe. Aufgund der Analyse von Satellitenbildern habe das Team eine Methode ermittelt, um ungeachtet der Topographie und Bebauung die Bodenhöhe exakter zu berechnen. 


Demnach lebten weltweit 150 Millionen Menschen in Gegenden, die niedriger sind als der voraussichtliche Meeresspiegel im Jahr 2050. In Vietnam sei fast der gesamte südliche Landesteil von Überflutung bedroht. In der betreffenden Region, in der auch das wirtschaftliche Zentrum Ho-Chi-Minh-Stadt liegt, leben 20 Millionen Menschen, was ein Viertel der gesamten vietnamesischen Bevölkerung ist. 


In Thailand würden zehn Prozent der Bevölkerung durch den gestiegenen Meeresspiegel zur Flucht gezwungen. Die Hauptstadt Bangkok drohe im Wasser zu versinken. Auch die chinesische Millionenstadt Schanghai sowie die indische Metropole Mumbai seien gefährdet. Basra im Süden des Irak mit seinen zahlreichen Kulturerbestätten und die ägyptische Hafenstadt Alexandria seien ebenfalls von Überflutungen bedroht. 


Den Forschern nach müssten die Regierungen der Länder eine langfristige Umsiedlungspolitik für die von einem höheren Meeresspiegel betroffene Bevölkerung planen.

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