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Verteidigungsminister Südkoreas und der USA beraten sich in Washington

#Themen der Woche l 2020-10-17

Nachrichten

ⓒYONHAP News

Der südkoreanische Verteidigungsminister Suh Wook und sein US-Amtskollege Mark Esper haben bei der jährlichen Sicherheitskonsultation SCM am Mittwoch im Pentagon über den Transfer der Befehlsgewalt in Kriegszeiten an Südkorea gesprochen.


In einer gemeinsamen Erklärung im Anschluss an das Gespräch teilten sie mit, die Bemühungen für die Erfüllung der Bedingungen für die Übertragung der Befehlsgewalt fortsetzen zu wollen.


Zur Frage der Aufteilung der Kosten für die Stationierung von US-Soldaten in Südkorea hieß es, dass bisher keine Einigung erzielt wurde, könne bleibende Auswirkungen auf die gemeinsame Verteidigungsbereitschaft haben. Beide Seiten seien jedoch über die Notwendigkeit übereingekommen, die Frage der Aufteilung der Verteidigungskosten rasch und auf eine gerechte und für beide Seiten akzeptable Weise zu lösen.


Die USA hatten ursprünglich eine Anhebung des südkoreanischen Anteils auf das Fünffache gefordert und sind mittlerweile auf 50 Prozent zurückgewichen. Südkorea soll eine Anhebung um 13 Prozent angeboten haben.


In Bezug auf die Befehlsgewalt in Kriegszeiten offenbarten beide Seiten jedoch kleine Unterschiede. Minister Suh sagte, Südkorea und die USA wollten gemeinsame Anstrengungen unternehmen, um die Bedingungen für den Transfer der Befehlsgewalt frühzeitig zu erfüllen und ein vom südkoreanischen Militär geleitetes lückenloses gemeinsames Verteidigungssystem zu schaffen. Mark Esper sagte hingegen, bis zur Erfüllung sämtlicher Bedingungen für die Übergabe werde es noch lange dauern. Dieser Prozess werde aber das Bündnis beider Länder stärken.


In der Erklärung nach der Sicherheitskonsultation letzten Jahres hieß es, die USA hätten bestätigt, das Truppenkontingent des US-Militärs in Südkorea auf dem gegenwärtigen Niveau aufrechtzuerhalten. Dieser Punkt wurde in die diesjährige Erklärung nicht aufgenommen. Dem südkoreanischen Verteidigungsministerium zufolge bedeute dies aber nicht, dass die Truppen reduziert würden.

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