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Japanische Unternehmen steigern mit Avataren Arbeitseffizienz

#Asien Kompakt l 2020-12-09

Kreuz und Quer durch Korea

ⓒ KBS

In der Filiale des Kaufhauses Tokyu Hands im Tokioter Bezirk Shinjuku erklärt ein Avatar die Funktion von Feuchtigkeitsspendern. Hinter den grafischen Stellvertretern stehen keine künstlichen Intelligenzen, sondern richtige Mitarbeiter des Kaufhauses, die die künstliche Gestalt vom Büro oder von Zuhause auf dem Computer steuern und auf diese Weise die Kunden bedienen. 


Die Avatare sind die Lösung japanischer Unternehmen für kontaktlose Geschäftsabwicklungen infolge von Covid-19. Laut NHK wurden in fünf Filialen des Kaufhauses Avatare eingeführt. Tokyu Hands zufolge mache man damit einen Test, damit die Kunden das Kaufhaus ohne Sorge vor einer Infektion nutzen können. Auch den Angestellten komme dieses System zugute, da sie von Zuhause aus auf die Anliegen der Kunden reagieren und ihren Arbeitsplatz behalten können. 


Einige Unternehmen nutzen Avatare, um die Effizienz der Arbeit von Zuhause zu steigern. Eine Studie ergab, das 30 Prozent der Unternehmen wegen  Kommunikationsschwierigkeiten das Home-Office-Konzept aufgeben. 


Das IT-Unternehmen FujiSoft überwindet dieses Hindernis durch den Einsatz von Avataren. Dies funktioniert so, dass auf dem Bildschirm des Computers ein virtuelles Büro eingerichtet wird und die Avatare der Mitarbeiter in dem virtuellen Büro zur Arbeit erscheinen. Durch Sprechblasen wie in einem Comic kommuniziert man miteinander. Wenn man einen Kollegen ansprechen will, geht man mit seiner virtuellen Figur an die des Kollegen heran. 


Naoki Matsuura, General Manager von FujiSoft, sagte in einem Interview mit der Zeitung „Nihon Keizai“, allein über Videokonferenz oder Chatting sei es nicht einfach, die Situation der Mitarbeiter zu überblicken. Oft wisse man nicht, ob der richtige Moment sei, um einen Mitarbeiter anzusprechen oder ob er oder sie überhaupt zuhöre. Die Avatare trügen wesentlich zur Erleichterung des Kommunikationsvorgangs bei.

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