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Interessante Suchwörter der letzten Tage

#Suchwort Aktuell l 2021-02-19

Kreuz und Quer durch Korea

ⓒ Getty Images Bank

Es stellte sich heraus, dass drei von zehn Erwachsenen wegen der lange anhaltenden Corona-Pandemie zugenommen haben. Eine Online-Plattform für die Vermittlung von Teilzeitjobs hat vom 6. bis 9. Januar bei 981 erwachsenen Frauen und Männern eine Umfrage über die Gewichtsveränderung nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie durchgeführt und am 17. Februar das Ergebnis bekannt gegeben. Danach lag der Anteil der Personen, die die Antwort gegeben haben, dass sie wegen der lange andauernden Corona-Pandemie zugenommen hätten, bei durchschnittlich 32,7%. Dieser Anteil war mit 37,1% bei den Angestellten am höchsten, gefolgt von Studierenden mit 32,1% und Hausfrauen mit 30,4%. Nach Geschlechtern betrachtet, betrug der Anteil bei den Männern 29,8% und den Frauen 36,1%. Nach Altersschichten betrachtet, war der Anteil mit 43,2% bei den 30ern viel höher als bei den 20ern mit 33,9 und bei den 40ern mit 26,9%. Von Februar des vergangenen Jahres bis zum Zeitpunkt der Umfrage im vergangenen Monat lag die Gewichtszunahme bei durchschnittlich 5,8kg. Angestellte haben um 6,3kg, Studierende um 5,5kg und Hausfrauen um 5,4kg zugenommen. Bei Frauen ist das Körpergewicht um 6,5kg, bei Männern um 5,0kg, bei den 30ern um 6,0 und bei den 20ern um 5,8kg gestiegen. Die Gewichtszunahme wird damit analysiert, dass Angestellte aufgrund der Home-Office-Arbeit lange Zeit zuhause verbrachten und während des verlängerten Aufenthalts in den eigenen vier Wänden mehr gegessen und wenig Sport gemacht haben. In der Tat sei die Zeit für Sport von durchschnittlich 4,9 Stunden pro Woche vor der Pandemie nun auf 1,9 Stunden, damit um 3 Stunden verkürzt worden. Im Kontrast dazu sei die durchschnittliche Zahl der am Tag eingenommenen Mahlzeiten von 2,5 auf 2,8 leicht gestiegen. 


Das Interesse der Netzbürger weckte auch die Nachricht über die stark steigende Beliebtheit von Tresoren für Privathaushalte. Nach neuesten Informationen der Vertriebsbranche ist der durchschnittliche, durch den Verkauf von Tresoren im vergangenen Monat erzielte Umsatz der vier größten Kaufhausketten Shinsegye, Lotte, Hyundai und Galleria gegenüber demselben Vorjahreszeitraum um 33,9% gestiegen. Dies hat damit zu tun, dass die im Umlauf befindlichen Banknoten mit Stand Dezember des vergangenen Jahres mit einem Wert von 134,7 Billionen Won, umgerechnet rund 121,7 Milliarden Dollar, den höchsten Stand seit dem Beginn der Erfassung dieser Statistik im Jahr 2001 erreicht haben. Nach Schätzungen lagert jedoch ein großer Teil davon in Tresoren. Im vergangenen Jahr betrug die Quote der in die Zentralbank zurückgekehrten 50.000 Won-Scheine 24,2% und fiel damit seit ihrer ersten Ausgabe im Jahr 2009 auf den niedrigsten Stand. Die Goldanlage liegt ebenfalls weiter im Trend. Nach Angaben der koreanischen Goldbörse haben Privatanleger im vergangenen Jahr Gold im Wert von rund 382 Millionen Dollar angekauft. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einer Steigerung um das 2,5-fache und einem 9-Fachen der Menge, die von Banken und Effektenfirmen angekauft wurde. Weil nun viele Privathaushalte Bargeld und Gold horten, brauchen sie auch einen Tresor dafür, so dass in den Kaufhäusern der im vergangenen Monat mit Tresoren erzielte Umsatz gegenüber demselben Vorjahreszeitraum durchschnittlich um 33,9% stieg. Bei der Kaufhauskette Hyundai ist der betreffende Umsatz um 43,8% gestiegen. 


In der vergangenen Woche feierten die Koreaner das lunare Neujahr Seol. Beim diesjährigen Neujahrsfest nach dem Mondkalender mussten viele Haushalte jedoch so wie beim vergangenen Chuseok-Fest aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen auf die Zusammenkunft der ganzen Familie und Verwandtschaft verzichten. Zum lunaren Neujahr gibt es in Korea den Brauch der Neujahrsverbeugungen. Auf diesen Brauch freuen sich vor allem die Kinder, weil sie von den Eltern und älteren Verwandten als Gegenleistung für die Verbeugungen Geld geschenkt bekommen. Dieses Jahr konnten aber die Familien wegen der Corona-Schutzregel nicht zusammenkommen, und die Kinder verpassten damit gewissermaßen auch die Chance, zusätzliches Taschengeld zu bekommen. Viele von ihnen brauchten aber dennoch nicht enttäuscht zu sein. Es soll sehr viele Erwachsene gegeben haben, die den Kindern in der Verwandtschaft das Neujahrsgeld überwiesen haben. Es stellte sich heraus, dass der Umfang der an den diesmaligen lunaren Neujahrsfeiertagen über den Geldüberweisungsservice der Zahlungs-App KakaoPay verschickten Neujahrsgelder im Vergleich zur Zeit vor der Corona-Pandemie um 442,4% gestiegen ist. Die Nutzungsquote des sogenannten mobilen Überweisungsumschlags für das lunare Neujahr ist im Vergleich zum lunaren Neujahr im Jahr 2020 um 208,1% nach oben geklettert. Auch das Überreichen von Trauer- und Gratulationsgeldern für Trauerzeremonien oder Hochzeitsfeiern scheint durch eine Überweisung ersetzt zu werden. Die Nutzung von mobilen Überweisungsumschlägen für Hochzeits- bzw. Trauerfeiern über KakaoPay ist im vergangenen Jahr um jeweils 39,4 und 70,8% gestiegen.

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