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Mittwochsdemonstration begeht dreißigjähriges Jubiläum

#Themen der Woche l 2022-01-08

Nachrichten

ⓒYONHAP News

Die Mittwochsdemonstration für die Lösung der Frage der Sexsklaverei der japanischen Armee im Zweiten Weltkrieg begeht am heutigen Samstag (8. Januar) ihr dreißigjähriges Jubiläum.


Die Kundgebung fand 2002 zum 500. Male statt und stellte einen Weltrekord als die längste Versammlung zu einem einzigen Thema auf. Seitdem hat die Veranstaltung jede Woche den Rekord erneuert.


Die Mittwochsdemonstration fand erstmals am 8. Januar 1992 im Vorfeld des Koreabesuchs des damaligen japanischen Premierministers Kiichi Miyazawa, statt. Inspiriert wurde die Protestkundgebung durch eine Zeugenaussage der inzwischen verstorbenen Kim Hak-sun, eine der ehemaligen Zwangsprostituierten. Kim hatte am 14. August 1991 über ihre traumatischen Erfahrungen ausgesagt und damit die Thematik an die Öffentlichkeit gebracht.


Bei der Versammlung fordern die Teilnehmer, dass Japan seine Kriegsverbrechen an den Frauen gesteht und die historische Wahrheit darüber ans Licht bringt. Darüber hinaus fordern sie eine offizielle Entschuldigung und Entschädigung, Aufnahme der Fakten über die Sexsklaverei in japanische Schulbücher und Bestrafung der Verantwortlichen.


Die Mittwochsdemonstration hat die internationale Gemeinschaft wachgerüttelt und die Aufmerksamkeit auf die Thematik gelenkt. Menschen aus dem Ausland, darunter japanische Friedensaktivistinnen, nahmen an der Versammlung teil, und Frauengruppen weltweit bekundeten ihre Solidarität.


Dadurch wurde 1993 die Frage der Sexsklaverei durch das japanische Militär in die Resolution der Weltkonferenz über Menschenrechte aufgenommen. 1998 einigte sich die Menschenrechts-Unterkommission der UN auf den sogenannten MacDougall Report, in dem Japan zu einer Entschädigung aufgefordert wird. 2003 empfahl der UN-Ausschuss zur Beseitigung der Diskriminierung der Frau gegenüber der japanischen Regierung, Verantwortung für die Frage der Opfer der Sexsklaverei zu tragen. 2008 ging diese Initiative vom Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen aus.


Zur 1000. Veranstaltung der Mittwochsdemonstration am 19.Juni 2012 wurde gegenüber der japanischen Botschaft in Seoul eine Friedensstatue für die Opfer der Sexsklaverei enthüllt.

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