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Todesfälle bei Masken tragenden Schülern im Sportunterricht in China

#Asien Kompakt l 2020-05-06

Kreuz und Quer durch Korea

ⓒ Getty Images Bank

In China sind mehrere Schüler während des Sportunterrichts plötzlich gestorben. Die Schüler trugen eine Mundschutzmaske. Die Ereignisse lenken die Aufmerksamkeit auf die Gefahren des Tragens einer Maske bei körperlich anstrengenden Aktivitäten. 


Laut der Global Times starb ein Mittelschüler in der Provinz Hunan vergangene Woche bei einem Langlauf-Test in der Sportstunde. Der Schüler hatte davor über Atembeschwerden geklagt. Etwa eine Woche davor starb ein Mittelschüler in der Provinz Henan beim Rennen im Sportunterricht. Die Eltern des Verstorbenen führten dessen Tod darauf zurück, dass ihr Sohn entsprechend den Vorschriften eine Maske für den Schutz gegen Covid-19 getragen hatte und sich körperlich überanstrengt habe. 


In sozialen Medien argumentieren chinesische Netzbürger, dass es unnötig und gefährlich sei, im Sportunterricht eine Maske zu tragen.


Darüber, ob das schnelle Laufen mit einer Maske zum Tode der Schüler führte, sind sich Experten jedoch uneins. Ein Arzt für Atemwegserkrankungen am China-Japan Friendship Hospital in Peking vermutet eine andere Krankheit bei den Verstorbenen. Andere Experten nehmen an, dass die Betroffenen wegen der plötzlichen körperlichen Anstrengung nach der Bewegungseinschränkung in der Isolation überlastet waren oder die Aufwärmübungen nicht ausreichend gewesen seien. 


Ein Arzt des Volkskrankenhauses im Autonomen Kreis Subei der Mongolen sieht jedoch einen möglichen Zusammenhang mit den Masken. Beim Sport verbrauche der Körper viel Sauerstoff. Eine Maske verhindere aber das Einatmen von größeren Sauerstoffmengen. Es komme dadurch zu einem Sauerstoffmangel. 


In Zheijiang und in Schanghai sowie in den Städten Dalian und Fuzhou werden bei der Aufnahmeprüfung für die Oberschulen keine Tests im Fach Sport durchgeführt, aus Sorge, es könne zu ähnlichen Vorfällen kommen. 

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