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Interessante Suchwörter der letzten Tage

#Suchwort Aktuell l 2020-07-10

Kreuz und Quer durch Korea

ⓒ YONHAP News, Getty Images Bank

Der italienische Komponist und Dirigent Ennio Morricone, der vor allem für seine Filmmusik weltweit berühmt geworden ist, ist am 6. Juli im Alter von 91 Jahren in Rom gestorben. Er hat auch in Südkorea viele Fans, und diese trauern ebenfalls um den großen Meister der Filmmusik. Für Gesprächsstoff sorgte auch die von ihm selbst verfasste Todesanzeige, die mit dem Satz beginnt ´Ich, Ennio Morricone, bin gestorben.´ Weiter schrieb er: Das kündige ich allen Freunden an, die mir stets nahestanden, und auch jenen, die ferner sind und die ich mit großer Liebe grüße. Es ist unmöglich, alle zu nennen. Der Künstler komponierte in seiner Karriere 500 Filmmusiken für Kino und Fernsehen und wurde mit zwei Oscars ausgezeichnet, und zwar 2007 mit dem Ehren-Oscar für sein Lebenswerk und 2016 mit dem Oscar für die Filmmusik zum Tarantino-Film ´The Hateful Eight´. Morricone gilt als der beliebteste Filmmusiker der Koreaner. Neben einfachen Fans verneigten sich auch zahlreiche prominente Fans in Südkorea vor dem Italiener und hinterließen in sozialen Netzwerken Trauerbotschaften. Ein Netzbürger schrieb, der große Meister ist gestorben, aber seine Musik werde ewig leben. Ein anderer schrieb, seine Musik werde so lange die Menschheit existiert lebendig sein, er sei sehr glücklich gewesen, mit dem großen Meister in derselben Zeit gelebt zu haben.


Das Interesse der Netzbürger weckte auch die Nachricht, dass die südkoreanischen Reisenden bei der Hotelauswahl den Hygienezustand für wichtiger halten als Touristen aus anderen Ländern. Die Reisesuchmaschine Skyscanner hat vom 12. bis 22. Juni bei rund 2.300 Reisenden aus Südkorea, Großbritannien, den USA, Australien und Singapur eine Umfrage durchgeführt. Danach legen sie unabhängig von ihrem Herkunftsland seit dem Ausbruch von Covid-19 bei der Hotelreservierung auf die Hygienemaßnahmen den größten Wert. Vor allem die Südkoreaner haben größere Erwartungen in Bezug auf die Hygiene im Hotel als Menschen aus anderen Ländern. Unter den Reisenden aus den fünf Ländern lag der Anteil der Personen, die bei der Hotelreservierung vor allem auf den Hygienezustand achten, bei 55%. Damit war dieser Anteil größer als die Anteile der Personen, die auf Preis und Lage den größten Wert legen. Die beiden Anteile betrugen jeweils 48 und 45%. Der Anteil der Koreaner, die den Hygienezustand bei der Hotelreservierung für die wichtigste Voraussetzung halten, beträgt 66% und ist damit weit höher als der Fünf-Länder-Durchschnitt von 55%. 84% der koreanischen Befragten antworteten, dass die Hygiene im Hotel nun noch wichtiger geworden sei als vor der Corona-Pandemie. Damit war dieser Anteil unter den fünf Ländern in Südkorea am höchsten.


Nach den Internetportalen Naver und Daum schafft auch das südkoreanische Portal Nate bei den Nachrichten der Unterhaltungsbranche den Service für Nutzer-Kommentare ab. Damit verschwinden de facto die Nutzer-Kommentare für Nachrichten der Entertainment-Branche, die bisher als eine Brutkammer für beleidigende und bösartige Kommentare bei großen einheimischen Internetportalen galten. Das vom Unternehmen SK Communications gegründete Webportal Nate gab am Dienstag dieser Woche bekannt, dass es den betreffenden Nutzer-Kommentar-Service einstellt. Für die Entscheidung seien die Meinungen der Nutzer berücksichtigt worden, die über die nachteiligen Auswirkungen der Nutzer-Kommentare für die Entertainment-Nachrichten besorgt sind. Diese nachteiligen Auswirkungen scheinen größer zu sein als die positive Funktion der Nutzer-Kommentare, bestimmte Promis oder Fernsehprogramme zu unterstützen und anzufeuern. Vor Nate haben Daum und Naver jeweils im Oktober des vergangenen Jahres und im März dieses Jahres diese Eingabemasken abgeschafft. Ein wichtiger Anlass war die Kritik nach dem Selbstmord der K-Pop-Sängerin und Schauspielerin Sulli im vergangenen Jahr, die unter bösartigen und beleidigenden Kommentaren der Internet-Nutzer gelitten hatte. Es gibt nun jedoch die Kritik, dass die Abschaffung des Kommentar-Service für Entertainment-Nachrichten auf führenden inländischen Internetportalen Grenzen aufzeige, wenn es darum geht, die Kultur der böswilligen Kommentare auszurotten. Bislang waren die böswilligen Kommentare hauptsächlich auf Portalseiten zu finden, sie scheinen sich aber nun auf soziale Netzwerke wie Instagram und YouTube auszubreiten.

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