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Rechnungshof moniert Bericht zu Atommeiler Wolseong 1

#Themen der Woche l 2020-10-24

Nachrichten

ⓒYONHAP News

Der Rechnungshof hat einen Bericht zum Atommeiler Wolseong 1 moniert.


Demnach sei im Prozess der Entscheidung für die frühzeitige Schließung des Atomkraftwerks dessen Wirtschaftlichkeit unterbewertet worden.


Dies geht aus dem am Dienstag veröffentlichten Bericht zu den Ergebnissen der Überprüfung zur Rechtmäßigkeit der frühzeitigen Schließung von Wolseong 1 hervor.


Wolseong 1 ist die Bezeichnung für den Block 1 des an der Ostküste Südkoreas gelegenen Kernkraftwerks Wolseong. Der Schwerwasserreaktor war seit 1983 am Netz. Die Betriebslizenz für die Anlage lief 2012 aus, die Laufzeit wurde jedoch um zehn Jahre, bis 2022 verlängert. Aus Gründen einer mangelnden Wirtschaftlichkeit wurde dennoch 2019 von dem Betreiber, der Korea Hydro & Nuclear Power (KHNP) entschieden, den Reaktor frühzeitig vom Netz zu nehmen.


Einige Abgeordnete hatten daraufhin eine Überprüfung der Angelegenheit gefordert. Sie warfen KHNP vor, Daten zum Betrieb des Reaktors manipuliert zu haben, damit dieser weniger effizient erscheint. Das Unternehmen habe sich mit diesem Schritt dem energiepolitischen Kurs der Regierung angeschlossen.


Der Rechnungshof urteilte, dass KHNP und das Ministerium für Industrie, Handel und Energie eine Änderung des Maßstabs für die Berechnung des Einzelpreises veranlassten, um Erlöse aus dem Stromverkauf kleinzurechnen. Auch seien die Kosten, die durch die Einstellung des Reaktorbetriebs eingespart würden, zu hoch angesetzt worden. Zudem habe sich das Ministerium in die Bewertung der Wirtschaftlichkeit des Reaktors eingemischt und dadurch die Glaubwürdigkeit des Untersuchungsergebnisses beschädigt.


Der Rechnungshof schloss jedoch ein Urteil darüber aus, ob die vorzeitige Schließung des Atommeilers richtig war. Bis zu diesem Beschluss habe KHNP verschiedene Faktoren wie Sicherheit und Akzeptanz durch die lokale Bevölkerung berücksichtigt. Diese seien jedoch nicht Gegenstand der Überprüfung gewesen.

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