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Welt

Japan hilft Ausländern bei Katastrophen in einfachem Japanisch

#Asien Kompakt l 2020-01-22

Kreuz und Quer durch Korea

© YONHAP News

Seit dem großen Erdbeben von Kobe vor 25 Jahren werden Ausländern, die in Japan lebten, Informationen in Katastrophenfällen, in leicht verständlichem Japanisch übermittelt. 


Als das schwerwiegende Beben in Kobe ausbrach, steckten Ausländer in Japan, die sich mit der Sprache des Landes nicht gut auskannten, in einer schwierigen Lage. Sie verstanden die Sicherheitsanweisungen nicht und wusssten nicht, wie sie sich verhalten sollten. Ein Herr Tamura, Direktor der Organisation für die Unterstützung von Ausländern, bot für die Nicht-Japaner damals eine Telefonberatung in fünf Sprachen an. Da jedoch mitten in der Katastrophe keine Dolmetscher zu finden waren, begann er in leicht verständlichem Japanisch zu sprechen. Zum Beispiel gebrauchte er keine schwierigen Wörter, die auf chinesischen Schriftzeichen basieren. Anstelle „Stromausfall“ gebrauchte man die Formulierung „es gibt keinen Strom“. 


Seitdem hat sich dieses Vorgehen, Ausländern in Katastrophenfällen in einfachem Japanisch weiterzuhelfen, landesweit durchgesetzt. Letztes Jahr hatten kommunale Behörden in Japan für die Ausländer Informationen zum Taifun „Hagibis“ getwittert und bei den Meldungen für ein leichtes Verständnis nur die Silbenschrift Hiragana benutzt. 


Neulich wurde ein Katastrophentraining unter der Annahme, dass viele Ausländer darunter sind, durchgeführt. Angaben zu den Fluchtorten und Verhaltensregeln wurden bei der Übung in Piktogrammen dargestellt, sodass auch Ausländer, die kein Japanisch können, diese verstehen konnten.

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