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Welt

Japan: Besetzung von öffentlichen Toiletten sorgt für Beschwerden

#Asien Kompakt l 2019-05-01

Kreuz und Quer durch Korea

© Getty Images Bank

In Japan gibt es immer mehr Menschen, die während ihrer Sitzungen auf öffentlichen Toiletten so sehr mit ihrem Smartphone beschäftigt sind, dass andere Wartende mit einem dringenden menschlichen Bedürfnis nicht zum Zuge kommen. 


Im Palace Side Building in Tokio, in dem mehrere Restaurants und die Hauptzentrale der Zeitung „Mainichi“ untergebracht sind, gibt es täglich Dutzende Beschwerden über die Besetzung der Toilettenkabinen. An der Wand hängt seit einiger Zeit ein Hinweis, dass man auf der Toilette keine Videos sehen oder Online-Spiele spielen solle. 


Eine Umfrage, die im letzten Jahr von einem bekannten Toilettenbauer durchgeführt wurde, macht das Problem deutlich. Von den über 1.000 befragten gaben etwa 40 Prozent an, dass sie in einer öffentlichen Toilettenkabine schon einmal Zeit vertrödelt hätten. Die meisten sagten, sie hätten mit ihrem Smartphone oder Tablet-Computer gespielt, E-Mails gelesen oder im Internet gesurft. Die Schnellbusgesellschaft Nakanihon in Tokio fand heraus, dass die Nutzungszeit der Toiletten an den Parkplätzen und Raststätten der Firma immer länger wird. 


Das Internetunternehmen Vacan hat aus dem Trend ein Geschäftskonzept enwickelt. Die Firma bietet elektronische Tafeln an, auf denen zu erkennen ist, wie viele Toilettenkabinen in Waschräumen in unmittelbarer Nähe besetzt oder frei sind. Dies wird über einen Sensor ermittelt. Einige Tafeln befinden sich unter anderem im Daimaru Kaufhaus in Tokio.

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