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Welt

China soll laut indischen Medien umstrittenes Grenzgebiet bebaut haben

#Asien Kompakt l 2020-11-25

Kreuz und Quer durch Korea

ⓒ YONHAP News

China soll laut der indischen Presse in einem umstrittenen Gebiet des Himalaya-Staates Bhutan Dörfer und Häuser gebaut haben, um territoriale Ansprüche zu untermauern. 


Die Vorwürfe drehen sich um das Gebiet Doklam, das zwischen Indien, Bhutan und China liegt und wegen seines Grenzverlaufs unter den drei Staaten höchst umstritten ist. Für Indien hat die Region unweit der Stadt Shiliguri als Brücke zwischen Neu-Delhi und dem Nordosten des Landes eine wichtige strategische Bedeutung. 


Der indische Sender NDTV berichtete an mehreren Tagen über die Entwicklung des Konfliktgebiets durch China und berief sich dabei auf Satellitenbilder des amerikanischen Unternehmens Maxar Technologies. NDTV berichtete anhand eines Vergleichs von Satellitenbildern von Dezember letzten Jahres und vom 28. Oktober, dass China an einem Ort, zwei Kilometer innerhalb der bhutanischen Grenze unweit von Doklam ein neues Dorf errichtet habe. China habe außerdem eine Straße gebaut, die neun Kilometer in das Königreich Bhutan hineinführe. 


Maxar Technologies unterstützte die Behauptung. Dem US-Unternehmen zufolge zeigten die Satellitenbilder, dass in den Gebieten um den Fluss Torsa in großem Stil gebaut wurde. In der Nähe des Gebiets Doklam sei außerdem ein neues Lager der Streitkräfte entstanden. 


Der bhutanische Botschafter in Indien wies diese Behauptung zurück. In Bhutan gebe es kein chinesisches Dorf, sagte er. Ein Mitglied der indischen Denkfabrik Observer Research Foundation sagte, Bhutan sei offenbar zu der Einschätzung gelangt, dass es besser sei, die gegenwärtige Lage zu akzeptieren und Konflikten aus dem Weg zu gehen. 


Die Regierungen in Peking und Neu-Delhi haben zu der Behauptung der indischen Presse keine offizielle Stellungnahme abgegeben.

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