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Weniger als 90 Tage bis zur Präsidentschaftswahl

#Themen der Woche l 2021-12-11

Nachrichten

ⓒKBS News

Bis zur 20. Präsidentschaftswahl in Südkorea sind es nun noch weniger als 90 Tage.


Die Parteien sind bereits im Wahlkampfmodus.


Die offizielle Wahlkampagne findet vom 15. Februar bis 8. März 2022 statt. Die Stimmabgabe erfolgt am 9. März von 6 Uhr bis 18 Uhr. Am 4. und 5. März kann landesweit vorzeitig gewählt werden, wenn eine Stimmabgabe am eigentlichen Wahltag nicht möglich ist. Wähler, die nicht dazu imstande sind, am Wahltag zur Wahlurne zu gehen, wie zum Beispiel Gefängnisinsassen und Bewohner von Pflegeheimen, haben die Möglichkeit, nach einer Anmeldung per Briefwahl abzustimmen. Der Wahlsieger ist für eine fünfjährige Amtszeit vom 10. Mai 2022 bis 9. Mai 2027 Präsident des Landes.


Die Kandidaten der vier wichtigsten Parteien sind Lee Jae-myung von der regierenden Minjoo Partei Koreas, Yoon Suk Yeol von der führenden Oppositionspartei Partei Macht des Volkes, Shim Sang-jung von der Gerechtigkeitspartei und Ahn Cheol-soo von der Partei des Volkes.


Der frühere Gouverneur der Provinz Gyeonggi, Lee Jae-myung, und Ex-Generalstaatsanwalt Yoon Suk Yeol liefern sich in einem Bereich zwischen 30 und 40 Prozent ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen. In Umfragen liegt Yoon noch knapp in Führung, dicht gefolgt von Lee. Die Stimmung kann sich aber jederzeit ändern, da gegen beide Kandidaten derzeit noch Ermittlungen zu diversen Vorwürfen stattfinden. Ein wichtiger Faktor könnte auch ein eventueller Schulterschluss der Kandidaten der beiden kleinen Oppositionsparteien Shim Sang-jung und Ahn Cheol-soo sein.


Noch bevor die offizielle Wahlkampagne begonnen hat, droht der Kampf ums höchste Staatsamt in eine Schlammschlacht auszuufern. Die Kandidaten der größten Parteien versuchen den Kontrahenten in ein schlechtes Licht zu rücken und gezielt zu skandalisieren. Die Regierungspartei sowie die führende Oppositionspartei haben jeweils ein Sonderkomitee eingerichtet, um private und öffentliche Verfehlungen des Gegners ans Licht zu bringen.


Es wird befürchtet, dass diese Art der Kampagnenführung für Politikverdrossenheit sorgen könnte. Verglichen mit früheren Wahlen ist der Anteil der unentschiedenen Wähler besonders hoch. Viele gaben in Umfragen an, dass sie noch nicht wüssten, wem sie ihre Stimme geben sollen.

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