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Modus für Herausgabe von Geschichtsschulbüchern sorgt für weitere Auseinandersetzungen

Nachrichten2014-01-14

Der Modus für die Herausgabe von Schulgeschichtsbüchern sorgt für weitere Auseinandersetzungen.

Die Regierung und die regierende Saenuri-Partei haben am Dienstag beschlossen, den Prozess der Herausgabe vollständig zu ändern.

Zur Verstärkung der inhaltlichen Überprüfung und Korrekturarbeiten soll das Bildungsministerium eine eigene Organisation einrichten. Überprüft wird auch die Wiedereinführung des Systems, dass das Bildungsministerium das Verfassen und die Ausgabe der Geschichtsschulbücher leitet.

Die Schritte begründen die Regierung und die Regierungspartei damit, eine ausgewogene Geschichtsauffassung und eine auf der Wahrheit basierende Erstellung der Bücher garantieren zu wollen.

Die Maßnahmen verurteilt die oppositionelle Demokratische Partei (DP) als anachronistischen Versuch, zum Zeitalter der Yushin-Diktatur zurückkehren zu wollen. 97 Prozent der Historiker sollen die von der Regierung verfassten Geschichtsschulbücher ablehnen, hieß es. 

Geschichtsbücher für den Schulunterricht wurden nach 1974 vom Erziehungsministerium verfasst und ausgegeben. Seit 2002 wird der Teil über moderne Geschichte von privaten Verlagen verfasst und vom Bildungsministerium überprüft und genehmigt.

Das Verfahren steht im Rampenlicht, seitdem das Bildungsministerium alle acht Typen von Schulgeschichtsbüchern für Oberschulen korrigieren und ergänzen ließ. Anlass war, dass ein vom Verlag Kyohaksa veröffentlichtes Schulbuch wegen umstrittener und falscher Angaben zur japanischen Kolonialherrschaft und früheren Staatspräsidenten Kritik erntete.

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